Michael Cohen | Bildquelle: dpa

Gerichtsentscheidung Trump-Anwalt muss Mandanten offenlegen

Stand: 17.04.2018 09:34 Uhr

In der Russland-Affäre wird es brenzliger für den Anwalt von US-Präsident Trump. Michael Cohen wurde vor Gericht gezwungen, seine Mandanten zu offenbaren, darunter Sean Hannity, Moderator des Senders Fox News.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Für den persönlichen Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, läuft es dieser Tage eher schlecht. Erst durchsuchte das FBI in einer Razzia dessen Wohnhaus und Geschäftsräume und beschlagnahmte zahlreiche Dokumente, jetzt hat eine New Yorker Bundesrichterin den Trump-Vertrauten zudem gezwungen, seine Klientenliste offenzulegen.

Neben dem Präsidenten tauchte dort überraschend der Name eines prominenten Fox-News-Moderators und Trump-Anhängers auf: Sean Hannity.

Trumps Anwalt vor Gericht
tagesschau24 11:00 Uhr, 17.04.2018, Torsten Beermann, ARD New York

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Der geheime Klient: Hannity

Cohen hatte bis zuletzt versucht, die Liste seiner Klienten geheim zu halten. Hannity wiederum hatte sich auf dem rechtskonservativen Sender Fox News zuletzt öffentlich über die Razzia beim Trump-Anwalt Cohen ereifert. Auch US-Präsident Trump hatte die Razzia als "Schande" und als einen Angriff auf das Land verurteilt.

Sean Hannity | Bildquelle: dpa
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Fox-News-Moderator Sean Hannity

Pornodarstellerin vor Gericht

Anwalt Cohen war in die Schlagzeilen geraten, weil er angeblich aus eigener Tasche 130.000 Dollar als eine Art Schweigegeld an eine Pornodarstellerin gezahlt hatte, um sie davon abzuhalten, über eine mutmaßliche Affäre mit Trump zu berichten. Die Pornodarstellerin sorgte durch ihre Anwesenheit vor dem New Yorker Bundesgericht für erhebliches Aufsehen. Sie erklärte in dem Gerichtssaal, sie werde alles dafür tun, dass die Wahrheit ans Licht komme. Ihr Rechtsanwalt nannte den Trump-Vertrauten Cohen "radioaktiv": "Jeder der in den letzten 20 Jahren mit Michael Cohen Geschäfte machte, sollte sich große Sorgen machen, was in den beschlagnahmten Dokumenten steht."

Trump hat wiederholt eine Affäre mit der Pornodarstellerin bestritten. Erst am Freitag war  bekannt geworden, dass der Trump-Vertraute und Anwalt Cohen auch einen republikanischen Großspender vertrat, der eine Affäre mit einem Playboymodel gegen Zahlung von 1,6 Millionen Dollar geheim zu halten versuchte. Der Mann musste zuletzt als Vizeschatzmeister der regierenden Republikanischen Partei zurücktreten.     

Trump-Anwalt muss Klientenliste offenlegen
Georg Schwarte, ARD New York
17.04.2018 08:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. April 2018 um 09:00 Uhr.

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