Trump und Bannon auf einem Foto aus dem Januar 2017 | Bildquelle: dpa

Buch über das Weiße Haus Trump will "Fire and Fury" verbieten lassen

Stand: 04.01.2018 23:12 Uhr

Noch gibt es das Enthüllungsbuch "Fire and Fury" gar nicht zu kaufen. US-Präsident Trump versucht offenbar auch zu verhindern, dass es das jemals wird. Was darin steht, ist für Trump auch alles andere als schmeichelhaft. Zu Wort kommt unter anderem sein Ex-Chefstratege Bannon.

Mit einem Rundumschlag geht US-Präsident Donald Trump gegen ein Enthüllungsbuch und kritische Äußerungen seines ehemaligen Chefstrategen Stephen Bannon vor. Laut Medienberichten will er die Veröffentlichung des Buches "Fire and Fury" sogar ganz verbieten lassen. Sein Anwalt Charles J. Harder begründet dies unter anderem mit Vorwürfen der üblen Nachrede und Schmähungen. Bannon wurde zudem aufgefordert, die gerügten Äußerungen nicht zu wiederholen.

Unter anderem die "Washington Post" und die Nachrichtenagentur AFP berichten, dem "Fire and Fury"-Autor Michael Wolff und dem Verlag Henry Holt & Co. seien entsprechende Verfügungen zugestellt worden. Das Buch dürfe weder als Ganzes noch teilweise in Auszügen erscheinen. Trump fordere außerdem eine umfassende Entschuldigung.

"Fire and Fury": Trump bricht mit Bannon
tagesthemen 22:30 Uhr, 04.01.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Buch soll vier Tage früher erscheinen

"Fire and Fury: Inside the Trump White House" (Feuer und Wut: In Trumps Weißem Haus) sollte eigentlich am Dienstag erscheinen. Der Verlag teilte inzwischen aber mit, dass vier Tage früher mit dem Verkauf begonnen werden soll - also bereits an diesem Freitag. Der Verlag begründete den Schritt mit einer "beispiellosen" Nachfrage nach dem Buch.

Trump-Sprecherin: "Irreführende Darstellungen"

Einige Inhalte daraus waren bereits vorab bekannt geworden und sind seitdem das beherrschende Thema in vielen US-Medien. Autor Wolff hatte für das Buch mehrere Monate recherchiert und eine lange Reihe von Interviews geführt.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte zu den Vorabauszügen erklärt, diese seien voll mit "falschen und irreführenden Darstellungen von Personen, die keinen Zugang oder Einfluss im Weißen Haus haben". Trumps Anwälte sprachen ebenfalls von Verleumdung.

In dem Buch wird unter anderem geschildert, Trump und sein engstes Umfeld hätten bis zuletzt nicht an einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 geglaubt. In der Wahlnacht habe Trump nach den ersten Prognosen ausgesehen, "als ob er einen Geist erblickt hätte. Melania weinte - und zwar nicht vor Freude."

Steve Bannon auf einem Foto aus dem November 2017 | Bildquelle: AP
galerie

Auch Ex-Chefberater Bannon kommt in dem Buch zu Wort.

In dem Buch geht es auch um brisante Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam. Trumps früherer ultrarechter Chefstratege Bannon wird mit dem Vorwurf zitiert, Trumps ältester Sohn Donald Trump Junior habe sich mit einem Treffen im Juni 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja "verräterisch" und "unpatriotisch" verhalten. Trump hatte sich deshalb gestern deutlich von Bannon distanziert und ihm unter anderem vorgeworfen, er habe den Verstand verloren.

Trump gegen Bannon: Streit zwischen Präsident und Ex-Berater
Gabi Biesinger, ARD Washington
04.01.2018 21:29 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Januar 2018 um 20:00 Uhr.

Darstellung: