US-Präsident Trump | Bildquelle: AP

Trumps erste Auslandsreise Zuerst nach Saudi-Arabien

Stand: 04.05.2017 19:14 Uhr

Saudi-Arabien, Israel und der Vatikan - das sind die Stationen der ersten Auslandsreisen von US-Präsident Trump. Mit der Reiserei ist er vergleichsweise spät dran: Sein Vorgänger Obama hatte in seinen ersten 100 Tagen im Amt bereits neun Länder besucht.

Seine erste Auslandsreise wird US-Präsident Donald Trump nach Saudi-Arabien, Israel und in den Vatikan führen. Das bestätigte Trump in Washington. Zuerst steht Saudi-Arabien auf dem Programm: Die Reise Ende Mai werde mit einem "wirklich historischen Treffen in Saudi-Arabien mit Führungspersönlichkeiten aus der ganzen muslimischen Welt" starten, sagte Trump. "Dort werden wir eine neue Grundlage der Kooperation und der Unterstützung mit unseren muslimischen Alliierten schaffen, um den Extremismus, Terrorismus und die Gewalt zu bekämpfen."

Das bisschen Nahost-Konflikt

Mit seinem Besuch in Israel unterstreicht Trump seine Verbundenheit zur Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und seinen Vorstoß für einen neuen Anlauf zu einer Lösung des Nahost-Konfliktes, der auf die Einbindung regionaler Verbündeter wie Saudi-Arabien setzt. Netanyahu hatte ihn schon im Weißen Haus besucht, auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas war gerade von Trump empfangen worden. Trump machte klar, dass er es nicht für so schwer hält, den Nahost-Konflikt zu lösen. Wie - das sagte er allerdings bislang nicht.

Erst Papst, dann NATO, dann G7

Nach Angaben aus dem Vatikan wird Papst Franziskus den US-Präsidenten am 24. Mai empfangen. Die genauen Termine für die anderen beiden Stationen sind noch unklar. Nach den Stationen in den drei Ländern wird Trump am NATO-Gipfel in Brüssel am 25. Mai und dem G7-Gipfel auf Sizilien am 26. und 27. Mai teilnehmen.

Seit Wochen war bereits darüber spekuliert worden, ob Trump anlässlich seiner Reise zum G7-Gipfel nach Sizilien Ende Mai auch Papst Franziskus in Rom besuchen wird. Wenn nicht, wäre das als Affront gewertet worden.

Trumps erste Auslandsreise kommt im Vergleich zu früheren Präsidenten spät. Sein demokratischer Vorgänger Barack Obama hatte in seinen ersten 100 Tagen im Amt bereits neun Länder besucht. Der Republikaner George W. Bush unternahm zwei Auslandsreisen.

Schwierige Begegnung - Donald Trump trifft Papst Franziskus
J.-C. Kitzler, ARD Rom
04.05.2017 19:33 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. Mai 2017 um 20:00 Uhr

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