Trump vor der Air Force One | Bildquelle: AFP

Asienreise Trump on tour

Stand: 04.11.2017 07:48 Uhr

US-Präsident Trump hasst das Reisen. Doch in den kommenden zwei Wochen wird er über seinen Schatten springen müssen - in vielerlei Hinsicht. Fünf Länder in Asien erwarten ihn. Vor allem die Krise um Nordkorea dürfte ihn dabei beschäftigen. Los ging es auf Hawaii.

Fünf Länder in zwölf Tagen - vor dem Abflug erklärte US-Präsident Donald Trump, er rechne mit einer erfolgreichen Reise: "Handelsthemen und natürlich der Konflikt mit Nordkorea werden im Mittelpunkt stehen. Wir werden sehen was passiert, aber es gibt viel guten Willen."

Auf dem Weg nach Japan - seinem ersten Asien-Ziel - machte Trump Halt auf Hawaii. Bei der Ankunft auf dem Luftwaffenstützpunkt Hickam wurden er und First Lady Melania mit traditionellen Blütenhalsketten begrüßt. Anschließend besuchten beide die Gedenkstätte Pearl Harbor. Er habe schon darüber gelesen und darüber gesprochen, Pearl Harbor aber noch nie gesehen, sagte Trump zuvor.

Trump reist nach Hawaii
tagesschau 09:50 Uhr, 04.11.2017

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Golfen in Japan

Von Hawaii geht es für Trump nach Japan. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota trifft er den frisch wiedergewählten Premierminister Shinzo Abe sowie japanische und amerikanische Streitkräfte. Präsident und Premier teilen die Leidenschaft für Golf, und deshalb steht in Tokio auch eine Platzrunde mit einem japanischen Golfprofi auf dem Programm. Am Montag ist dann eine Begegnung mit Angehörigen von in Nordkorea verschleppten Japanern geplant sowie ein Empfang beim Kaiser, dem Tenno mit anschließendem Staatsbankett.

Trump verzichtet auf Provokation von Kim

Heikler dürfte Trumps Besuch in Südkorea werden. Präsident Moon Dae In verfolgt einen Kurs der Deeskalation gegenüber dem Regime in Nordkorea - anders als Trump mit seinen Drohungen, Feuer und Zorn über Nordkorea auszubreiten.

Auf einen Besuch in der "entmilitarisierten Zone", dem Grenzstreifen von dem aus man mit grimmigem Blick direkt nach Nordkorea schauen kann, verzichtet Trump, der sonst Provokationen selten auslässt. Keine Zeit, so die offizielle Begründung. Fast alle von Trumps Amtsvorgängern der vergangenen Jahrzehnte waren dort gewesen. Erst vor einer Woche hatte US-Verteidigungsminister James Mattis bei einem Vorbereitungsbesuch an eben jener Stelle noch einmal eine friedliche Lösung mit Nordkorea angemahnt: "Unser Ziel ist nicht der Krieg, sondern die zuverlässig nachgewiesene und unumkehrbare Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel."

Xi und Trump | Bildquelle: REUTERS
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Xi und Trump bei ihrem Treffen im April in Florida.

China - eine diplomatische Herausforderung

Am Jahrestag seiner Wahl, am 8. November, wird Trump vor der südkoreanischen Nationalversammlung reden und später für den zweiten Staatsbesuch seiner Reise in Peking eintreffen. Dort besucht der US-Präsident die verbotene Stadt, will bei Präsident Xi Jinping für stärkeren Druck auf Nordkorea werben und den riesigen Handelsbilanzüberschuss Chinas gegenüber den USA anmahnen, den er für unfair hält.

China ist bereit, in jedes Vakuum zu gehen, das Washington eigenhändig erzeugt oder willentlich entstehen lässt. Siehe Trumps Rückzug der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP - das genau dazu gedacht war, China zu kontern.

Anders als im US-Wahlkampf dürfte Trump in China jedoch deutlich leisere Töne anschlagen. Das Programm verspricht freundliche Bilder, und Peking - größter Gläubiger der USA - wird die Bemühungen um eine Steuerreform in den USA sicher aufmerksam verfolgen, schlägt diese doch satt auf die Schuldenlast durch.

Treffen mit Duterte

In Vietnam nimmt Trump am Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC teil. Dort könnte Trump auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin begegnen. Ob es dazu kommt - bisher unklar.

Letzte Station der Asienreise sind dann die Philippinen. In Manila wird Trump an der Konferenz des regionalen Staatenbundes ASEAN teilnehmen und - nachdem Kritik laut wurde - auch am Ostasiengipfel EAS. Deswegen wurde sein Aufenthalt kurzfristig noch um einen Tag verlängert. Außerdem wird Trump den wegen seines unbarmherzigen Vorgehens gegen Drogenkriminalität umstrittenen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte treffen. Seit dessen Amtsantritt haben sich die jahrzehntelang engen Beziehungen der Philippinen zu den USA deutlich abgekühlt. Stattdessen sucht die Regierung in Manila die Nähe zu Russland und China.

Asienreise von US-Präsident Trump: Nordkorea und Handel im Fokus
Gabi Biesinger, ARD Washington, zzt. Tokio
04.11.2017 07:37 Uhr

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Mit Informationen von Gabi Biesinger, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. November 2017 um 09:00 Uhr.

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