Palästinenserpräsident Mahmud Abbas  | Bildquelle: AP

Nahost-Konflikt Trump lädt Abbas nach Washington ein

Stand: 11.03.2017 08:55 Uhr

Die Funkstille ist beendet: US-Präsident Trump hat mit Palästinenserpräsident Abbas telefoniert und ihn ins Weiße Haus eingeladen. Für die Palästinenserführung ist das ein Funken Hoffnung im stagnierenden Friedensprozess.

US-Präsident Donald Trump hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Washington eingeladen. Der Besuch im Weißen Haus sei "sehr bald" vorgesehen, sagte ein Abbas-Sprecher nach einem Telefonat der beiden Politiker. Trump wolle mit Abbas über Möglichkeiten beraten, "den politischen Prozess wieder aufzunehmen."

Trump habe bei der Einladung betont, dass er hinter dem Nahost-Friedensprozess stehe, "der zu einem dauerhaften Frieden zwischen Palästinensern und Israelis" führen solle. Abbas habe seinerseits deutlich die Zwei-Staaten-Lösung angesprochen, von der Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu abgerückt war.

Telefonat zwischen Trump und Abbas zum Nahost-Konflikt
tagesschau 12:00 Uhr, 11.03.2017

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Zwei-Staaten, Ein Staat - Trump kann mit beidem leben

Trump hatte Zweifel am Festhalten der USA an einer Zwei-Staaten-Lösung geweckt, als er sagte, diese sei nicht die einzige Möglichkeit für einen Friedensschluss. Er könne sowohl mit einer Zwei-Staaten-Lösung als auch mit nur einem Staat leben.

Seit dem Regierungswechsel fürchten die Palästinenser, dass sich die USA in dem Dauer-Konflikt stärker auf die Seite ihres Verbündeten Israel stellen, als es unter Trumps Vorgänger Barack Obama der Fall war. So hat Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bereits zwei Mal telefoniert, zudem war Netanyahu schon in Washington zu Gast.

Trump - eher auf Seiten Israels?

Viele Palästinenser sind nicht nur deshalb schlecht auf Trump zu sprechen. Trump erwägt auch, die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, was sie Palästinenser zur Hauptstadt ihre künftigen Staates machen wollen. Auch hat sich Trump nachsichtig gegen dem jüngst noch beschleunigten Bau israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem gezeigt. Diese Gebiete beanspruchen die Palästinenser als Teil eines eigenen Staates für sich.

Inzwischen hat sich Trump vorsichtiger geäußert. So warnte seine Regierung Israel in der vergangenen Woche vor einer Annexion der besetzen Gebiete.

Das Telefongespräch am Freitag war der erste Kontakt der beiden Politiker seit dem Regierungswechsel in Washington am 20. Januar. Während Abbas bei Trumps Vorgänger Barack Obama zu den ersten ausländischen Politikern gehört hatte, die er anrief, hielt sich Trump mit Kontakten in die arabische Welt bisher zurück. Gesprochen hat er mit dem ägyptischen Präsidenten Fatah al-Sisi und getroffen hat er den jordanischen König Abdullah, der auf eigene Initiative nach Washington reiste.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. März 2017 um 09:00 Uhr.

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