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Der Ausstoß der meisten Treibhausgase nimmt trotz weltweiter Bemühungen zum Kampf gegen den Klimawandel zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltwetterorganisation (WMO) in einer in Genf vorgelegten Studie.
[Bildunterschrift: WMO-Generalsekretär Jarraud sieht schwarz für das Weltklima. ]
Danach hatten die langlebigen Treibhausgase, wie Kohlendioxid oder Methan, im Jahr 2008 ihren höchsten Anteil in der Atmosphäre seit 1750. Die Werte stammen von rund 200 Wetterstationen auf der ganzen Welt. "Wir sehen uns dem pessimistischsten Szenario gegenüber", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud.
Die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) ist nach WMO-Angaben im vergangenen Jahr weiter und stärker als in den 90er Jahren gestiegen. CO2 gilt als Hauptverursacher für die Klimaerwärmung.
Vor 1750 - und damit auch vor Beginn der Industrialisierung - hatten sich die Werte nur leicht verändert. Seit 1750 stieg die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 38 Prozent. Ursachen sind laut WMO vor allem die Abgase von fossilen Brennstoffen, die Abholzung und die veränderte Bodennutzung.
Auch Methan (CH4) trägt zum menschengemachten Treibhauseffekt bei. Die Methankonzentration stieg ebenfalls im vergangenen Jahr an. Der Anstieg liegt 157 Prozent über den Messungen des vorindustriellen Zeitalters. Methan kommt zwar in kleineren Mengen in der Atmosphäre vor als CO2, wirkt sich aber 21-mal stärker auf den Treibhauseffekt aus.
Knapp zwei Drittel des Methangas-Ausstoßes verursacht der Mensch: durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen oder die Verbrennung von Abfällen und Biomasse, durch die Haltung von Wiederkäuern, die Methan ausstoßen, oder durch den Reisanbau, der besonders viel Methan produziert.
[Bildunterschrift: Menschengemachte Klimaerwärmung: Kraftwerke (in Moskau, Archivfoto). ]
Die Konzentration an Lachgas (Distickstoffoxid) ist um 19 Prozent seit 1750 gestiegen. Es trägt ebenfalls zum menschengemachten Treibhauseffekt bei und entsteht unter anderem beim Düngemitteleinsatz und in der Industrie.
Andere Treibhausgase wie die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) gehen dagegen zurück. Das sei aber eher dem Montréaler Protokoll zu verdanken, das Stoffe verbietet, die die Ozonschicht schädigen. Dafür würden nun ebenfalls klimaschädliche Ersatzstoffe eingesetzt, die laut WMO rasch ansteigen.
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