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Plattformeigner Transocean einigt sich mit US-Regierung
Milliardenstrafe nach Explosion der "Deepwater Horizon"
Knapp drei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Eigentümer des explodierten Bohrinsel "Deepwater Horizion" eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Schweizer Unternehmen Transocean einigte sich mit dem US-Justizministerium auf einen außergerichtlichen Vergleich. Demnach zahlt der Konzern ein Bußgeld von 1,4 Milliarden Dollar - umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Euro. Mit der Strafzahlung sollten laufende Ermittlungen gegen das Unternehmen beendet werden.
Transocean gehörte die von BP betriebene Bohrplattform, deren Explosion im April 2010 die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst hatte. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Fast 90 Tage floss unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte. Die Ölpest hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie für die Fischerei und den Tourismus.
Schuldeingeständnis von Transocean
Eine Regierungskommission hatte Transocean eine Mitschuld an der Katastrophe gegeben. Diese sei "vorhersehbar und vermeidbar" gewesen. Das Unternehmen muss deshalb nun eine Milliarde Dollar für die Gewässerverunreinigung zahlen und 400 Millionen Dollar Strafe für kriminelle Handlungen. Laut US-Justizministerium bekannte sich das Unternehmen schuldig, die Gesetzgebung zum Schutz von Gewässern verletzt zu haben. Transocean habe zugleich zugegeben, fahrlässig gehandelt zu haben
Transocean soll die Strafe schrittweise innerhalb von fünf Jahren überweisen. Die ersten 560 Millionen Dollar sollen noch 2013 fließen. Bereits Mitte Dezember hatte sich der britische Ölkonzern BP mit der US-Regierung auf Strafzahlungen von 4,5 Milliarden Dollar geeinigt, die das Unternehmen binnen sechs Jahren zahlen muss.
Transocean zahlt eine Milliarde für Ölkatastrophe
S. Fritz, SWR Washington
03.01.2013 21:54 Uhr
Stand: 03.01.2013 20:56 Uhr
