Transgender-Demonstration gegen US-Präsident Donald Trump vor dem Weißen Haus | Bildquelle: AFP

Anweisung ans Pentagon Transgender dürfen nicht mehr zur US-Armee

Stand: 26.08.2017 03:54 Uhr

Eigentlich sollte das Verbot für Transgender in der US-Armee ab Anfang Juli aufgehoben werden. Doch Präsident Trump hat die Verfügung seines Vorgängers Obama nun rückgängig gemacht. Per Direktive wies er Verteidigungsminister Mattis an, keine Transgender mehr bei den Streitkräften aufzunehmen.

US-Präsident Donald Trump hat das Pentagon offiziell angewiesen, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Trump unterzeichnete eine entsprechende Direktive an Verteidigungsminister James Mattis, wie aus dem Weißen Haus verlautete. Zugleich überließ Trump es dem Pentagon, darüber zu entscheiden, ob Transgender, die bereits in der Armee dienen, aus der Truppe ausscheiden müssen.

Trump hatte Ende Juli über den Kurzbotschaftendienst Twitter angekündigt, Transgender vom Dienst in den Streitkräften ausschließen zu wollen. Das US-Militär dürfe nicht mit den "enormen medizinischen Kosten und der Störung belastet werden", die Transgender mit sich brächten, schrieb der Präsident.

Abkehr von Obamas Verbotsaufhebung

In der US-Armee gilt schon bislang ein Transgender-Verbot. Allerdings war unter Trumps Vorgänger Barack Obama angeordnet worden, dieses Verbot mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres aufzuheben. Das Pentagon hatte diesen Termin dann zu Beginn des Monats bereits provisorisch aufgehoben.

Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen können. Unter den 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern der US-Streitkräfte gibt es nach Schätzungen bis zu 15.000 Transgender.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. August 2017 um 09:00 Uhr.

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