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Südfrankreich Autofahrer rast in Passanten - drei Verletzte

Stand: 10.11.2017 21:00 Uhr

In der Nähe der südfranzösischen Stadt Toulouse ist ein Autofahrer in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Drei chinesische Studenten wurden verletzt. Der Mann wurde festgenommen. Auf ein terroristisches Tatmotiv deutete zunächst nichts hin.

In Südfrankreich ist ein Mann mit einem Auto in Gruppe von Passanten gefahren. Drei chinesische Studenten seien dabei verletzt worden, teilte die Polizei in Blagnac bei Toulouse mit. Nach Angaben aus Polizeikreisen steuerte der 28-Jährige "absichtlich" in die Passantengruppe.

Die drei Studenten überquerten einen Fußgängerüberweg, als sie von dem Autofahrer gerammt wurden. Eine 23-Jährige erlitt nach Polizeiangaben schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Zwei 22 und 23 Jahre alte Studenten wurden leicht verletzt.

Täter war in psychiatrischer Behandlung

Der Fahrer wurde laut Polizei kurz nach der Tat festgenommen. Er habe auf die Beamten gewartet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft litt er in der Vergangenheit unter schweren psychischen Problemen. Nach einer Zwangseinweisung sei er im Dezember 2016 aus dem Krankenhaus entlassen worden. Laut Staatsanwaltschaft gab der Festgenommene an, dass seit etwa einem Monat der Wille in ihm herangereift sei, in Menschen zu rasen. Aus Polizeikreisen hieß es, dass der Mann sich als schizophren bezeichnet habe.

Auf ein terroristisches Tatmotiv deutete zunächst nichts hin. Nach Angaben aus Polizeikreisen stand sein Name nicht auf einer Liste bekannter Extremisten. Der Mann sei der Justiz aber bekannt, weil er etwa zehnmal verurteilt worden sei.

Aktuell sei er im Rahmen einer Bewährungsstrafe verpflichtet, sich behandeln zu lassen - dieser Auflage sei er nachgekommen. Diese Angaben seien aber alle noch unter Vorbehalt, so der Ermittler.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. November 2017 um 18:00 Uhr.

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