Rettungskräfte suchen in der Lawine nach Überlebenden | Bildquelle: AFP

Reisegruppe in Tirol verschüttet Fünf Tote bei Lawinenunglück

Stand: 06.02.2016 19:21 Uhr

Bei einem Lawinenunglück sind in Tirol fünf Tschechen getötet worden. In dem Gebiet herrschte eine erhebliche Lawinengefahr. Die Gruppe aus 17 Wintersportlern war vor dem Aufstieg davor gewarnt worden. Es ist unklar, ob sie die Lawine selbst auslösten.

Bei einem Lawinenabgang in den österreichischen Alpen sind fünf Wintersportler aus Tschechien getötet worden. Zwei weitere wurden verletzt, schweben laut Angaben der Polizei aber nicht in Lebensgefahr. Die restlichen der insgesamt 17 tschechischen Skitourengeher blieben bei dem Unglück bei Wattenberg in Tirol unverletzt, wie die Ermittler bei einer Pressekonferenz sagten. Vor ihrem Aufstieg waren die als erfahren geltenden Alpinisten noch vor der erheblichen Lawinengefahr gewarnt worden.

Die Tschechen waren zur Mittagszeit in zwei Gruppen im steilen Gelände auf dem Weg auf den mehr als 2800 Meter hohen Geier in den Tuxer Alpen, als es zum Lawinenabgang kam. "Es war eine massive Lawine, mehrere hundert Meter breit und lang", sagte Polizeisprecher Helmut Schütz der Nachrichtenagentur AP telefonisch. "Es waren viele Tonnen Schnee." Das Unglück ereignete sich dem ORF zufolge auf einem Truppenübungsgelände des österreichischen Bundesheeres, das auch von Skitourengehern genutzt werden darf.

Rettungskräfte graben nach den verschütteten Tschechen | Bildquelle: AFP
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Rettungskräfte konnten zehn Menschen unverletzt aus den Schneemassen retten.

Aufstieg in einer "absoluten Risikozone"

Die Rettungskräfte wurden von einem unbeteiligten Skitourengeher alarmiert, der den Lawinenabgang aus der Ferne beobachtet hatte. Ob die Lawine von der Gruppe selbst ausgelöst wurde oder nicht, ist Gegenstand der Ermittlungen. Einige der Wintersportler konnte sich noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus den Schneemassen befreien.

Fünf Tote bei Lawinenunglück in den Alpen
tagesschau 20:00 Uhr, 06.02.2016

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Am Samstag herrschte in Tirol erhebliche Lawinengefahr - Stufe drei auf der fünfteiligen Skala. Martin Waldhart von der Bergrettung sprach bei der Pressekonferenz davon, dass sich die Sportler in einer "absoluten Risikozone" befunden hätten. Den ganzen Tag über lösten sich im beliebten Skigebiet nahe der deutschen Grenze Schneebretter.

Tote und Verletzte bei Lawinenabgang in Tirol
R. Borchard, ARD Wien
06.02.2016 17:16 Uhr

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