Thailand: Soldaten kämpfen gegen Ölteppich

Thailändische Ferieninsel Ko Samet

Soldaten kämpfen gegen Ölteppich

Das Leck in der Pipeline ist gestopft. Doch auf Thailands Ferieninsel Ko Samet geht der Kampf gegen das Öl weiter. Schon jetzt sind Hunderte Meter Sandstrand verschmutzt. Greenpeace fordert darum, alle Ölbohrungen im Golf von Thailand zu stoppen.

Von Udo Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur

Mehrere hundert Marinesoldaten und viele Bewohner der umliegenden Orte sind ununterbrochen damit beschäftigt, die Strände von Ko Samet zu reinigen oder zu schützen. In der Nacht zu Montag waren rund 50.000 Liter Öl aus einem Leck in einer Pipeline ins Meer vor Ko Samet geflossen.

Nach dem Ölunglück vor Thailand versuchen Soldaten in weißen Schutzanzügen einen Strand auf der Ferieninsel Ko Samet vom Öl zu befreien (30. Juli 2013). (Bildquelle: REUTERS)
galerie

Kampf dem Öl: Soldaten in weißen Schutzanzügen wollen auf Ko Samet retten, was zu retten ist.

Durch die Pipeline fließt Rohöl in eine Raffinerie des staatlichen thailändischen Ölkonzerns PTT. Der hat inzwischen die Verantwortung für die Ölverschmutzung übernommen und schwimmende Barrieren ausgelegt, um die Küste von Ko Samet im Golf von Thailand zu schützen. Mehrere hundert Meter der bei Touristen beliebten Strände sind jedoch bereits vollständig von einem Ölfilm bedeckt.

Ölunglück vor Ko Samet in Thailand
U. Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur
30.07.2013 11:53 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Chemikalien sollen das Öl nun binden

Das Leck soll inzwischen geschlossen sein. Die Ölteppiche, die auf dem Meer rund um Ko Samet schwimmen, seien jedoch noch nicht vollständig unter Kontrolle, sagt der stellvertretende Leiter der thailändischen Nationalparkbehörde, Theerapat Prayoonsith: "Wir konzentrieren uns auf drei Gebiete, in denen das Öl auf dem Meer treibt und die Strände erreicht. Eine Stelle ist im Norden der Insel, der zweite Ölteppich ist vor dem Strand Ao Prao, und den Rest beobachten wir derzeit nur."

Flugzeuge sind eingesetzt, die Chemikalien versprühen, um das Öl zu binden. Greenpeace nahm das drittgrößte Ölunglück in der Geschichte Thailands zum Anlass, ein Ende aller Ölbohrungen im Golf von Thailand zu fordern. Ko Samet liegt rund 150 Kilometer von Bangkok entfernt. Die kleine Insel ist vor allem bei Wochenendurlaubern aus der thailändischen Hauptstadt beliebt.

1/13

Ölpest auf der Insel Ko Samet

Ölpest in Thailand

Ölwellen brechen sich an den Stränden der thailändischen Insel Ko Samet. (Foto: dpa)

Stand: 30.07.2013 13:01 Uhr

Darstellung: