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Ausschreitungen in Thailand
Royalisten protestieren gegen Ministerpräsidentin
In Thailands Hauptstadt Bangkok sind mehr als 10.000 königstreue Demonstranten gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra auf die Straße gegangen.
Am Rande der Demonstration kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Eine Gruppe versuchte, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Fünf Beamte wurden nach Angaben eines Polizeisprechers verletzt, zwei von ihnen schwer. Mehr als 100 Demonstranten wurden festgenommen. Einige hätten Messer und Munition bei sich gehabt, erklärte Polizeisprecher Piya Utayo.
Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung
Zu der Demonstration aufgerufen hatte eine königstreue Organisation, die sich Pitak Siam, "Schützt Thailand", nennt. Es war die größte Protestkundgebung seit Amtsantritt Yingluck Shinawatras im Sommer 2011. Pitak Siam wirft ihr Korruption vor. Außerdem sei sie eine Marionette ihres älteren Bruders Thaksin Shinawatra. Der umstrittene Ex-Ministerpräsident lebt seit Jahren im Exil, hat jedoch weiterhin großen Einfluss in Thailand. Er ist vor allem bei der armen Bevölkerung beliebt. Die Eliten werfen ihm jedoch autoritäre Tendenzen und Missachtung des Königs vor. Das thailändische Königshaus hat einen hohen Status. Kritik am Königshaus ist untersagt.
Im Jahr 2010 hatte es bei wochenlangen Protesten von Thaksin Shinawatras Rothemden-Bewegung gegen die damalige königstreue Regierung bei Zusammenstößen mit der Armee rund 90 Tote und fast 1900 Verletzte gegeben. Seit dem Wahlsieg von Yingluck Shinawatra hat sich die Situation beruhigt, doch bleibt das Land weiterhin gespalten in Anhänger der Rothemden und der rivalisierenden, königstreuen Gelbhemden.
Stand: 24.11.2012 12:27 Uhr
