Menschen waten durch die überfluteten Straßen in der thailändischen Provinz Nakhon Si Thammarat Province. | Bildquelle: REUTERS

Touristen gestrandet Tote nach Überflutungen in Thailand

Stand: 06.01.2017 14:58 Uhr

Im Süden von Thailand sind bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Betroffen sind neun Provinzen - unter anderem die Urlauberinseln Ko Samui und Ko Phangan, wo unzählige Touristen festsitzen.

Bei schweren Überschwemmungen im Süden Thailands sind nach Angaben des Innenministeriums mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt wurden 120.000 Haushalte überflutet. Betroffen sind insgesamt neun Provinzen, in denen nach tagelangen Regenstürmen viele Straßen überflutet und Bahngleise unterspült wurden. Zahlreiche Züge fielen aus. In der Festlandprovinz Nakhon Si Thammarat reichte das Wasser teilweise bis zu den Dächern, der regionale Flughafen wurde für mindestens zwei Tage geschlossen.

Ungewöhnlich heftige Niederschläge

Auf den Urlauberinseln Ko Samui und Ko Phangan saßen mitten in der Wintersaison unzählige Touristen wegen annullierter Flüge und gestrichener Fährverbindungen fest. Vertreter der Tourismusbranche berichteten von zahlreichen Stornierungen. Einwohner von Ko Samui sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen seit mindestens einem Jahrzehnt. Der thailändische Wetterdienst warnte vor weiterem heftigen Regen und Springfluten. An vielen Stränden ist das Baden derzeit aus Sicherheitsgründen verboten.

Die Regenzeit dauert in Thailand meist von Juni bis Oktober. Derartig heftige Niederschläge zu dieser Jahreszeit sind eher ungewöhnlich. Allerdings hatten ähnliche Regenstürme das Land bereits im Dezember heimgesucht, dabei starben mehr als 35 Menschen. Auch damals waren Ko Samui sowie die beliebte Ferienort Krabi an der Festlandküste betroffen. Der Süden Thailands grenzt an Malaysia, wo derzeit ebenfalls Tausende von schweren Unwettern betroffen sind.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Januar 2017 um 15:00 Uhr.

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