Terrorverdächtiger in Berlin festgenommen | Bildquelle: ard-aktuell

Festnahme in Berlin Hatte Terrorverdächtiger Verbindung zum IS?

Stand: 03.11.2016 18:00 Uhr

Der Terrorverdächtige, der in Berlin festgenommen wurde, hatte wohl Verbindungen zur IS-Terrormiliz. Allerdings wurden weder Waffen noch Sprengstoff sichergestellt. Ermittler gehen von einem Anschlagsszenario nach Art des Würzburger Axt-Attentats oder mit einem Fahrzeug aus. Nach ARD-Informationen wird der Festgenommen zurzeit nach Karlsruhe gebracht.

Nach der Festnahme eines terrorverdächtigen Mannes, der sich als Syrer ausgibt, in Berlin-Schöneberg gibt es Hinweise auf eine Verbindung zum "Islamischen Staat". Der 27-Jährige Ashraf al-T. wird verdächtigt, Mitglied der Terrormiliz gewesen zu sein, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Es gebe jedoch keinen Hinweis auf eine eigene IS-Zelle in Deutschland, berichtet ARD-Terrorismus-Experte Michael Götschenberg unter Berufung auf Ermittlungskreise.

Bundesanwaltschaft prüft mögliche Verbindung zum IS
tagesschau 16:00 Uhr, 03.11.2016, Andreas König, RBB

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Kein Sprengstoff gefunden

In der Schöneberger Wohnung des Verdächtigen fanden die Fahnder weder Waffen noch Sprengstoff. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" gehen die Behörden aber davon aus, dass er bereits über ein Attentat nachgedacht haben soll. Mal sei es um den Einsatz eines Messers gegangen, dann sei von einem Auto die Rede gewesen. Das Auto-Szenario erinnerte an den Anschlag in Nizza im vergangenen Juli, 86 Menschen kamen ums Leben. Aus einem sichergestellten Chat-Protokoll wissen die deutschen Behörden darüber hinaus, dass ein IS-Instrukteur kurz nach Nizza den Würzburger Axt-Attentäter dazu drängte, doch ebenfalls mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren.

Ashraf al T., der am 26. Oktober 2015 über die Balkanroute nach Deutschland kam und zunächst einen gefälschten Reisepass auf den Namen Hassan Abdul Karim vorlegte, behauptet von sich Syrer zu sein. Aber die Behörden haben Hinweise, dass er tatsächlich aus Tunesien stammt. Meldungen, wonach der Fall so ernst zu nehmen sei, wie die Causa al-Bakr, wurden in Sicherheitskreisen ausdrücklich dementiert. Auch gebe es bisher keinen bekannten Zusammenhang zwischen den beiden Fällen.

Unklar ist auch, wie konkret der Plan des Syrers war. Allerdings hatten direkt nach dem Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes eine Observation und technische Überwachungsmassnahmen gegen Ashraf al T. begonnen, sie sollen nach Informationen von NDR,WDR und "SZ"den Verdacht schnell erhärtet haben. Angesichts dieser Lage entschieden die Experten im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum und die Berliner Behörden nicht länger zu warten, es kam es zur sofortigen Festnahme. "Die Sicherheitsbehörden haben gut zusammengearbeitet," sagt der Berliner Verfassungsschutzchef Bernd Palenda.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen an sich gezogen. Inzwischen ist der Tatverdächtige nach ARD-Informationen auf dem Weg nach Karlsruhe.

Michael Stempfle, ARD Berlin, zur Festnahme des Terrorverdächtigen
tagesschau 12:00 Uhr, 03.11.2016

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Berlin als Anschlagsziel?

Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass der mutmaßliche IS-Terrorist Jaber Al-Bakr, der sich in der Leipziger Untersuchungshaft das Leben nahm, Ende September nach Berlin gekommen war, um offenbar den Flughafen Tegel auszuspähen. Al-Bakr hatte nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und vorbereitet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. November 2016 um 09:00 Uhr.

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