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Die hölzerne Brücke am Tempelberg ist wieder geöffnet worden, der Streit um den Abriss des einsturzgefährdeten Bauwerks damit eventuell beigelegt. Aus Sicherheitsgründen muss auf Anordnung der israelischen Behörden in Jerusalem ein Löschfahrzeug unterhalb der Brücke stehen.
Von Sebastian Engelbrecht, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv
Die Jerusalemer Polizei hat die umstrittene Mughrabi-Brücke wieder geöffnet. Sie führt vom Vorplatz des Tempelbergs hinauf zu den Heiligen Stätten des Islam auf dem Berg, zur Al-Aksa-Moschee und zum Felsendom.
Die Stadtverwaltung will jetzt einen Löschwagen der Feuerwehr unterhalb der hölzernen Brücke stationieren. Das Provisorium gilt als baufällig und kann leicht Feuer fangen. Deshalb will es die Stadt Jerusalem durch eine dauerhafte Brücke aus Stein ersetzen.
Die Regierungen Jordaniens, Ägyptens sowie Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas-Regierung in Gaza hatten den Plan verurteilt, die Brücke zu sperren und abzureißen. Sie halten Israel vor, es sei nicht berechtigt, Bauarbeiten an einer islamischen heiligen Stätte anzuordnen.
Über die Brücke gehen Touristen und jüdische Pilger auf den Tempelberg. Für muslimische Besucher stehen eine Reihe anderer Zugänge zur Verfügung.
Im Kern geht es bei dem Streit um die Frage, wer der Souveräne auf dem Berg ist, auf dem bis 70 nach Christus der israelitische Tempel stand und sich heute die islamischen Heiligtümer befinden. Mit der Wiederöffung der Brücke ist nur vorläufig Ruhe in Jerusalem eingekehrt.
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