Der Tempelberg

Konflikt in Jerusalem UN fordert Lösung für Tempelbergkrise

Stand: 24.07.2017 21:41 Uhr

Angesichts der gewalttätigen Konflikte um die Zugangsrechte zum Tempelberg in Jerusalem hat der zuständige UN-Sondergesandte eine rasche "Lösung" gefordert - und zwar bis zum kommenden Freitag.

Nach blutiger Gewalt im Streit um Sicherheitsmaßnahmen am Tempelberg in Jerusalem hat der zuständige UN-Sonderbeauftragte eine Lösung für den Konflikt noch diese Woche gefordert.

"Es ist extrem wichtig, dass eine Lösung für die derzeitige Krise bis Freitag dieser Woche gefunden wird", sagte Nikolaj Mladenow, UN-Beauftragter für den Friedensprozess im Nahen Osten in New York. "Die Gefahren werden nur eskalieren, wenn wir ohne eine Lösung durch eine erneute Runde der Freitagsgebete gehen."

Zuvor hatte Mladenow den UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen über die aktuelle Lage im Nahen Osten unterrichtet.

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Der UN-Sicherheitsrat befürchtet eine weitere Eskalation am Tempelberg.

Wunsch nach Sondersitzung

Schweden hatte zusammen mit Frankreich und Ägypten um die Sondersitzung gebeten.

"Wir hoffen, dass die Mitglieder des Rates eine klare Botschaft an die Beteiligten schicken, dass sie deeskalieren, sich zurückhalten und Provokationen vermeiden müssen", sagte der schwedische UN-Botschafter Carl Skau vor dem Treffen.

Eine gemeinsame Erklärung der 15 Sicherheitsratsmitglieder gab es zunächst nicht.

Der Tempelberg als edles Heiligtum

Drei arabische Attentäter hatten am 14. Juli am Tempelberg zwei israelische Polizisten getötet. Sie wurden dann selbst erschossen. Daraufhin hatte Israel Metalldetektoren installiert.

Die Palästinenser sehen darin einen Versuch Israels, mehr Kontrolle über den Tempelberg zu gewinnen.

Kontrollpunkt am Tempelberg | Bildquelle: AFP
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Ein Kontrollpunkt am Tempelberg

Felsendom auf dem Tempelberg | Bildquelle: B. Hammer / ARD
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Felsendom auf dem Tempelberg

Der Tempelberg - auf Arabisch Al-Haram Al-Scharif (edles Heiligtum) - mit der Al Aksa-Moschee, dem Felsendom und der Klagemauer ist gläubigen Muslimen und Juden gleichermaßen heilig.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. Juli 2017 um 06:03 Uhr.

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