Israelische Sicherheitskräfte stehen  in Jerusalem neben muslimischen Männern, die außerhalb der Al-Aksa-Moschee beten.  | Bildquelle: dpa

Nach Anschlag auf Polizisten Tempelberg in Jerusalem wieder geöffnet

Stand: 16.07.2017 14:47 Uhr

Für zwei Tage war der Tempelberg in Jerusalem nach dem Angriff auf israelische Polizisten abgeriegelt. Nun wird er allmählich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht - allerdings soll es in Zukunft zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geben.

Zwei Tage nach dem blutigen Anschlag am Jerusalemer Tempelberg hat die israelische Polizei damit begonnen, die heilige Stätte wieder schrittweise zu öffnen.

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen durften muslimische Gläubige zunächst durch einen Zugang auf den Hügel. Die Gläubigen riefen "Allahu Akbar", als sie auf das Gelände mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom strömten, zwei der heiligsten Stätten des Islam. Allerdings lösten neue Sicherheitsmaßnahmen der israelischen Seite scharfen Protest aus. Metalldetektoren und Überwachungskameras kamen zum Einsatz, als die Besucher auf das Plateau strömten.

Bei dem Anschlag waren am Freitag zwei israelische Polizisten und die drei israelisch-arabischen Angreifer getötet worden. Als Reaktion hatte Israel das Areal geschlossen und damit auch die für Muslime besonders wichtigen Freitagsgebete im Felsendom und der Al-Aksa-Moschee unterbunden.

Es war das erste Mal seit dem Jahr 2000, dass die Freitagsgebete in der Al-Aksa-Moschee untersagt wurden. Die Altstadt liegt in Ost-Jerusalem, das von Israel während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt und später annektiert wurde. Am Fuß des Tempelbergs steht die Klagemauer, die heiligste Stätte des Judentums.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Juli 2017 um 20:00 Uhr.

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