Tajani | Bildquelle: dpa

Italienische Parlamentswahl EU-Parlamentspräsident will Italien regieren

Stand: 02.03.2018 08:41 Uhr

EU-Parlamentspräsident Tajani will in Italien Regierungschef werden, sollte der Rechtsbündnis gewinnen. Berlusconi, der als verurteilter Steuerhinterzieher nicht mehr antreten darf, reagierte erfreut.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich bereit erklärt, im Falle eines Wahlsiegs des rechten Parteienbündnisses bei der Parlamentswahl in Italien das Amt des Regierungschefs zu übernehmen.

Parlamentswahlen in Italien
tagesschau 12:00 Uhr , 02.03.2018, Michael Schramm, ARD Rom

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Der frühere langjährige Ministerpräsident Silvio Berlusconi darf als verurteilter Steuerhinterzieher nicht selbst kandidieren. Er hatte lange offen gelassen, wem er das Amt des Regierungschefs anvertrauen will, sollte seine Partei Forza Italia siegen. Anfang der Woche hatte er angekündigt, dass er Tajani ausgewählt habe. Dieser habe Berlusconi für seine Wertschätzung gedankt und ihm mitgeteilt, dass er bereit sei, Italien zu dienen, teilte er auf Twitter mit.

Berlusconi zeigte sich im Fernsehen "glücklich" über die "gute Nachricht".

Langjähriger Weggefährte und Sprecher Berlusconis

Der 64-jährige Tajani ist ein langjähriger Weggefährte Berlusconis, seitdem der Medienmagnat 1994 in die Politik ging. Er war zunächst Berlusconis Sprecher und ist seit mehr als 20 Jahren Abgeordneter im EU-Parlament. Seit dem vergangenen Jahr ist er EU-Parlamentspräsident.

Silvio Berlusconi und Antonio Tajani drücken sich die Hand. | Bildquelle: REUTERS
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Alte Weggefährten: Berlusconi und Tajani

Das Bündnis aus Berlusconis Partei Forza Italia (FI), Matteo Salvinis Lega, der rechtsextremen Partei Fratelli d'Italia (FDI) von Giorgia Meloni und Raffaele Frittos Wir mit Italien (NCI) wird Umfragen zufolge bei der Wahl am Sonntag die meisten Stimmen bekommen. Innerhalb des Bündnisses kämpfen FI und die Lega jedoch darum, mehr Stimmen als die jeweils andere Partei zu bekommen, um innerhalb einer Koalition den Kandidaten für den Posten des Regierungschefs vorschlagen zu können.

Wahlkampf endet am Freitag

Zum Ende des Wahlkampfs tritt die populistische Protestbewegung Fünf Sterne mit ihrem Spitzenkandidaten in Rom auf. Der Chef der regierenden Sozialdemoktraten, Matteo Renzi, wird in seiner Heimatstadt Florenz erwartet.

Wegen des neuen italienischen Wahlrechts müssen Parteien oder Allianzen auf etwa 42 Prozent kommen, um regieren zu können. Da das laut Umfragen derzeit niemand schafft, wird mit einer schwierigen Regierungsbildung gerechnet. Am Ende könnten gar Neuwahlen stehen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. März 2018 um 08:00 Uhr.

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