Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

23.02.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.tagesschau 01:55 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesthemen 22:15 Uhr
Inhalt
Ausland
Taiwan: Überraschend deutlicher Sieg für Präsident Ma
Wahlkommission bestätigt Hochrechnungen

Deutlicher Sieg für Taiwans Präsidenten Ma

Bei der Präsidentschaftswahl in Taiwan hat sich Amtsinhaber Ma überraschend deutlich durchgesetzt. Das Ergebnis gilt auch als Bestätigung für Mas vorsichtige wirtschaftliche Annäherung an Peking. "Das ist ein Sieg für die Bevölkerung Taiwans", erklärte er vor seinen Anhängern.

Von Peter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio, zurzeit in Taipeh

In Taiwan ist der neue Präsident der alte. Ma Ying-jeou von der Kuomintang (KMT) hat die Wahl überraschend deutlich gewonnen und damit auch eine Bestätigung seiner Politik einer wirtschaftlichen Annäherung an das chinesische Festland erhalten.

"Herzlichen Glückwunsch euch allen - wir haben gewonnen. Dies ist nicht ein Sieg für Ma Ying-jeou selbst, sondern ein Sieg für die Bevölkerung Taiwans", sagte er und fügte hinzu: "Das ist ein Sieg für unseren taiwanesischen Kurs einer sauberen Regierung, des Wohlstands und des Friedens."

Audio: Klarer Sieg für Amtsinhaber Ma Ying-jeou

AudioPeter Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio 14.01.2012 15:41 | 3'01
  • Download Download der Audiodatei: 
    Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:
    Technische Details einblenden

"Wir werden unsere Schwäche analysieren"

Es war eigentlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tsai Ing-wen von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) erwartet worden, aber das Endergebnis fällt mit 51,6 zu 45,6 Prozent deutlich aus. Die Vorsitzende der größten Oppositionspartei musste ihre Niederlage einräumen. "Wir sind zutiefst betrübt, dass wir euch alle so sehr enttäuscht haben. Wir werden in uns gehen und unsere Schwächen analysieren."

Sie übernehme die volle Verantwortung für die Wahlniederlage und "lege deshalb hiermit den Vorsitz der DPP nieder, sagte Tsai. Der nächste Parteivorsitzende werde die Partei weiter reformieren "und den eingeschlagenen Weg weiter gehen".

Taiwans Präsident Ma (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Taiwans Präsident Ma kann den Inselstaat auch künftig regieren.]
Präsidentschaftskandidatin Tsai (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Seine Konkurrentin Tsai räumte ihre Niederlage bereits ein.]
 

Immer mehr Wechselwähler

Eine erste Wahlanalyse macht deutlich, dass die Wähler in den traditionellen Hochburgen der KMT im Norden sowie der DPP im Süden mittlerweile bereit sind zu wechseln. Die Gräben zwischen dem Lager der Befürworter eines eigenständigen Taiwans und denen einer Annäherung an das Festland sind kleiner geworden. Dies dürfte auch damit zu tun haben, dass die wirtschaftlichen Vorteile durch eine Verbesserung der Beziehungen und einer Reihe von Abkommen mit dem Festland auch im Süden zu spüren sind.

Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als integralen Bestandteil ihres Territoriums und verurteilt jede Form des Strebens nach Souveränität. Allerdings scheint man in Peking bereit zu sein, den Status quo zu akzeptieren und mit dem neuen wie alten Präsidenten der Republik China auf Taiwan an einer weiteren Verbesserung der Beziehungen zu arbeiten. "In den kommenden vier Jahren werden die Beziehungen mit China noch harmonischer werden, das gegenseitige Vertrauen wird größer werden, es wird weniger Anlass zur Konfrontation geben. Ich werde für Taiwan ein nachhaltiges, friedliches und stabiles Umfeld schaffen."

Trotz Sieg ein Denkzettel für Ma

Auch wenn Ma seinen Kurs also fortsetzen kann, musste er dennoch einen Denkzettel hinnehmen. Vor vier Jahren war sein Vorsprung bei den Präsidentschaftswahlen größer gewesen und seine Partei hielt eine Dreiviertelmehrheit im Parlament inne. Bei den ebenfalls heute abgehaltenen Parlamentswahlen konnte die KMT diesen Vorsprung nicht halten. Dennoch reichte es auch in diesem Fall für eine Mehrheit der Partei von Ma Ying-jeou.

Stand: 14.01.2012 17:25 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW