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Bei der Präsidentschaftswahl in Taiwan hat Amtsinhaber Ma Ying-jeou einen deutlichen Sieg errungen. Nach Angaben der zentralen Wahlkommission erhielt er 51,6 Prozent der Stimmen. Seine Konkurrentin von der Demokratischen Fortschrittspartei, Tsai Ing-wen, habe 45,6 Prozent erreicht.
Der 61-jährige Ma hatte sich zuvor bereits vor seinen Anhängern zum Sieger erklärt: "Wir haben gewonnen", sagte er in Taipeh und fügte hinzu: "Dies ist kein persönlicher Sieg, sondern der Sieg der Taiwaner und der Sieg des Wegs der Integrität, des Wohlstands und des Friedens."
Seine Gegnerin räumte ihre Niederlage ein. Tsai sagte, sie akzeptiere die Entscheidung der Taiwaner und gratuliere Ma. Außerdem entschuldigte sie sich bei ihren Anhängern für die Niederlage.
Erstmals wurden Präsident und Parlament gleichzeitig gewählt. Nach Angaben der Wahlkommission setzte sich auch im Parlament Mas Nationale Volkspartei durch. Sie errang 64 von 113 Sitzen. Die Demokratische Fortschrittspartei kam auf 40 Sitze.
Der 61-jährige Ma will die Beziehungen zur Volksrepublik China weiter verbessern. Im Juni schlossen Taipeh und Peking ein Handelsabkommen, mit dem die Zölle für Hunderte Güter gesenkt wurden. In den vergangenen dreieinhalb Jahren öffnete Ma das Land zudem für Touristen aus China und erhöhte die Anzahl der Flüge vom Festland. Trotz des weiter andauernden Konflikts gelten die Beziehungen zwischen China und Taiwan derzeit als besser als jemals zuvor.
Als Belohnung für dieses Entgegenkommen stellte Peking das Säbelrasseln ein, ohne aber von seinen Machtansprüchen abzurücken. Den versprochenen Aufschwung aber vermissen viele Taiwaner. Die Mittelschicht klagt über stagnierende Einkommen, unerschwingliche Immobilienpreise und eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.
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