Hoffentlich in Sicherheit - vor dem Taifun flüchten die Menschen auf den Philippinen in höher gelegene Regionen. | Bildquelle: dpa

Philippinen Auge des Taifuns erreicht die Küste

Stand: 25.12.2016 14:47 Uhr

Auf den Philippinen wütet ein Taifun. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 235 Kilometern pro Stunde erreichte "Nock-Ten" die östlichen Ausläufer des Inselstaates. Am zweiten Weihnachtsfeiertag soll der Taifun Manila erreichen. Die Menschen bringen sich in Sicherheit.

Ein starker Taifun hat die Philippinen erreicht. Das Auge des Sturms "Nock-Ten" traf auf die Küste der abgelegenen Insel Catanduanes mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 235 Kilometer pro Stunde, wie der staatliche Wetterdienst mitteilte. Über Schäden und mögliche Opfer gibt es bislang keine Angaben.

Mehr als 100.000 Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden. Auf der Insel Catanduanes wurden mehr als 12.000 Bewohner der Küstengebiete aufgefordert, ihre Wohnorte zu verlassen, wie die Provinzregierung mitteilte. In der nahe gelegenen Provinz Camarines Sur in der Region Bicol wurden zudem nach Angaben der Behörden fast 90.000 Menschen aus der Gefahrenzone gebracht. Auch auf der Hauptinsel und in der Hauptstadt Manila rüsten sich die Bewohner für den Tropensturm.

Die Zivilschutzbehörde in Bicol hatte zuvor mitgeteilt, dass fast eine halbe Million Menschen in den vom Taifun bedrohten Gebieten leben. Das Taifun-Warnzentrum der USA rechnete mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 231 km/h Böen von bis zu 278 km/h. Am zweiten Weihnachtstag soll der Taifun die philippinische Hauptinsel Luzon mitsamt der Hauptstadt Manila erreichen.

Philippiner tragen Taschen | Bildquelle: dpa
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Die Philippinen werden regelmäßig von heftigen Stürmen heimgesucht. Durchschnittlich gibt es etwa 20 starke Taifune pro Jahr.

Der philippinische Wetterdienst warnte, der Taifun könne an der Ostküste bis zu zweieinhalb Meter hohe Wellen verursachen. Heftiger Regen könne zu Erdrutschen und Überschwemmungen führen.

Die Philippinen werden regelmäßig von heftigen Stürmen heimgesucht. Im Jahresdurchschnitt gibt es rund 20 starke Taifune. Im November 2013 waren bei dem Super-Taifun "Haiyan" 7350 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ganze Städte wurden zerstört.

alt Satellitenaufnahme vom Auge des Taifuns "Haiyan"

Stichwort: Taifun

Tropische Wirbelstürme tragen je nach Region unterschiedliche Namen: Hurrikan im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik, Zyklon im Indischen Ozean und Taifun im westlichen Pazifik. Taifune entstehen vor allem von Juli bis November über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser eine Temperatur von mindestens 26 Grad Celsius hat und stark verdunstet. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt.

Ein tropischer Wirbelsturm kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das sogenannte Auge, eine windstille Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum. Die Luftmassen rotieren rasend schnell um das Auge des Sturms, der sich selbst eher gemächlich vorwärts bewegt.

Im Falle eines sehr starken Taifuns mit großen Geschwindigkeiten sprechen Meteorologen von einem Super-Taifun.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Dezember 2016 um 16:00 Uhr.

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