US-Außenminister John Kerry (Bildquelle: AP)

Erklärung von US-Außenminister Kerry USA von Giftgaseinsatz überzeugt

Stand: 27.08.2013 04:28 Uhr

Die USA haben keine Zweifel am Einsatz von Chemiewaffen gegen Zivilisten in Syrien. US-Außenminister John Kerry erklärte bei einer Pressekonferenz in Washington, dafür hätten die USA "überzeugende Beweise". Der tödliche Angriff mit Giftgas sei eine "moralische Obszönität" und "nicht zu leugnen", so Kerry.

Allein die in den sozialen Medien verfügbaren Videos würden das Leiden der betroffenen Familien verdeutlichen. Die Anzahl der Opfer, deren Symptome und Aussagen von Nichtregierungsorganisationen wie "Ärzte ohne Grenzen" belegten, dass es sich um einen Angriff mit chemischen Waffen gehandelt habe. Auch verfüge die syrische Armee über die nötigen Raketen, um chemische Waffen einzusetzen. Kerry erklärte, die USA verfügten über "überzeugende" zusätzliche Beweise, die in den kommenden Tagen vorgelegt würden.

Rede von US-Außenminister John Kerry zu Syrien
US State Department

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Kerry warf Syriens Präsident Baschar al Assad und dessen Führung vor, den UN-Inspektoren fünf Tage lang Zugang zu dem Gelände des Giftgaseinsatzes verweigert zu haben. Zudem habe das Regime durch den weiteren Beschuss des Viertels Beweise vernichtet. "Dies ist nicht das Verhalten einer Regierung, die nichts zu verbergen hat", so Kerry.

Kerry wies darauf hin, dass die UN-Inspektoren in Syrien ohnehin nur beauftragt sind zu prüfen, ob Giftgas zum Einsatz gekommen sei. Dies sei aber praktisch schon durch die vorhandenen Belege bewiesen.

Kerry erklärte, der Einsatz chemischer Waffen habe eine Dimension, die über den Konflikt in Syrien hinausgehe. Schließlich habe die Weltgemeinschaft chemische Waffen geächtet und deren Weiterverbreitung verboten. "Was wir vergangene Woche in Syrien gesehen haben, muss das Gewissen der Welt erschüttern. Es verstößt gegen jeden moralischen Kodex." Laut Kerry verfolgen die USA die Entwicklungen in Syrien aufmerksam weiter und prüfen mögliche Reaktionen. Ob die USA militärisch intervenieren könnten, ließ er offen.

Kerry ging in seinem etwa zehnminütigen Statement nicht auf Vorwürfe Assads und auch Russlands ein, die Aufständische des Giftgaseinsatzes bezichtigt hatten.

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