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Angriffe auf Rebellen in Damaskus

Bürgerkrieg in Syrien

Der Kampf um Damaskus und Aleppo

In Syrien kämpfen Aufständische und die Armee weiter erbittert um die Kontrolle der Hauptstadt Damaskus und der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Dabei setzte das Militär nach Angaben von Aktivisten wieder Kampfhubschrauber und Panzer ein.

In Damaskus griffen syrische Eliteeinheiten die Stadtviertel Barse, Rukneddin und Masse an. Die Behörden erklärten, die Armee habe das Viertel Kabun "gesäubert". Dort seien zahlreiche "Terroristen" getötet worden. Laut der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es in Masse parallel zum Beschuss Hausdurchsuchungen der Sicherheitskräfte.

Heftige Gefechte in Damaskus und Aleppo
tagesschau 20:00 Uhr, 22.07.2012, Sybille Müller, SWR

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Im nordwestsyrischen Aleppo hielt die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) nach Angaben eines Aktivisten die Stadtteile Sahur, Hanano und Sajf al-Daula. Die Rebellen kündigten eine "Befreiungsschlacht" um Aleppo an.

Bei der Gewalt in Syrien wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle am Wochenende mehr als 180 Menschen getötet. Wie die Aktivisten weiter mitteilten, liegt die Zahl der Toten seit dem Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al Assad Mitte März 2011 inzwischen bei mehr als 19.000 Menschen, darunter mehr als 13.000 Zivilisten.

Schwere Kämpfe in Syrien halten an
H. M. Ehl, ARD Amman
23.07.2012 00:41 Uhr

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Flucht aus Syrien

Die Lage an den Grenzen zum Irak und zur Türkei bleibt derweil unübersichtlich. Die Rebellen kontrollierten einen der drei wichtigsten Grenzposten zum Irak und drei von zwölf Übergängen zur Türkei. Die türkische Armee stationierte einem Medienbericht zufolge mehrere Boden-Luft-Raketen an der Grenze zu Syrien.

Aus Syrien flohen erneut Tausende Menschen. Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) brachten sich binnen 48 Stunden bis zu 30.000 Menschen aus Damaskus in Sicherheit. Allein in Jordanien trafen nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation am Sonntag 2000 Syrer ein. Für die Versorgung der dort insgesamt eingetroffenen mehr als 140.000 Flüchtlinge gaben die USA mittlerweile 100 Millionen Dollar (82 Millionen Euro) an Hilfen frei.

Flucht vor Kämpfen in Syrien
tagesschau 20:00 Uhr, 21.07.2012, Esther Saoub, SWR

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Israel warnt vor Chemiewaffen

Israel machte derweil erneut auf die mögliche Bedrohung durch die Chemiewaffen Syriens aufmerksam. Laut Verteidigungsminister Ehud Barak will Israel verhindern, dass syrische Chemiewaffen in den Libanon gelangen und dort der radikalislamischen Hisbollah-Miliz in die Hände fallen.

Arabische Liga fordert Assad-Rückzug

Die Arabische Liga forderte Syriens Präsident Assad auf, sich "schnell" von der Macht zurückzuziehen. Assad müsse die "Zerstörung und das Töten" durch eine "mutige" Entscheidung beenden, sagte Katars Außenminister und Regierungschef Scheich Hamad Ben Dschassem al-Thani in der Nacht nach einem Außenministertreffen in Doha. Die Opposition und die Freie Syrische Armee (FSA) müssten eine Übergangsregierung der nationalen Einheit bilden. Zugleich stellte die Arabische Liga 100 Millionen US-Dollar (etwa 82 Millionen Euro) als Hilfen für syrische Flüchtlinge bereit.

EU-Minister beraten

Die EU-Außenminister wollen heute in Brüssel über die Lage in Syrien beraten. Angesichts der anhaltenden Gewalt wollen die Minister weitere Sanktionen gegen das Regime beschließen.

Zwischen 20 und 30 weitere Personen sowie zwei bis drei Unternehmen oder Organisationen sollen nach Angaben von Diplomaten zusätzlich auf die Strafliste gesetzt werden. EU-Sanktionen gelten bisher gegen 129 Personen und 49 Firmen oder Organisationen aus Syrien.

Stand: 23.07.2012 04:04 Uhr

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