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Strassenkämpfer der Free Syrian Army.

Nach Rücktritt des Syrien-Sondergesandten Annan

USA wollen Rebellen schlagkräftiger machen

Mit dem Rücktritt des Syrien-Sondergesandten Annan bricht den USA ein diplomatisches Werkzeug weg. Offenbar will die Obama-Regierung nun die Rebellen verstärkt militärisch unterstützen. Die CIA ist bereits in der Region. Direkte Waffenlieferungen soll es aber nicht geben.

Von Timo Fuchs, SR-Korrespondent Washington

Hillary Clinton machte vor kurzem keinen Hehl aus ihrem Frust. Fast jedes Land auf diesem Planeten unterstütze den Druck auf das Assad-Regime, sagte die US-Außenministerin eindringlich. Das Blutvergießen könne aber weitergehen, weil Iran, China und Russland die Gemeinschaftsarbeit zunichte machten.

Die Stimmung ist gereizt, denn der Handlungsspielraum für die USA wird immer kleiner. Mit dem Rücktritt Kofi Annans als Sondergesandtem der UNO ist jetzt auch noch ein weiteres diplomatisches Werkzeug weggebrochen.

Mit Annans Rücktritt gewinnt US-Geheimerlass an Bedeutung
T. Fuchs, SR Washington
03.08.2012 00:27 Uhr

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Kofi Annan wirbt in China um Unterstützung für seinen Friedensplan.
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Gescheitert: UN-Sondergesandter Annan

Assads Aktionen seien widerlich, hieß es entsprechend scharf dazu aus dem Weißen Haus, und Russland und China befänden sich auf der falschen Seite der Geschichte.

Für die US-Regierung bedeutet das wohl: Sie muss ihre bisherigen Anstrengungen, die syrischen Rebellen zu unterstützen, verstärken. 25 Millionen Dollar hat sie dafür bereitgestellt. Waffenlieferungen aus den USA werde es aber nicht geben.

Geheimagenten nach Geheimerlass in Syrien

Und doch läuft im Hintergrund längst ein inoffizielles Programm, das die Rebellen schlagkräftiger machen soll. Medienberichten zufolge hat US-Präsident Barack Obama bereits vor Monaten einen Geheimerlass unterschrieben und damit den amerikanischen Geheimdienst in die Region geschickt.

In der Türkei berate die CIA die tatsächlichen Waffenlieferanten der Rebellen wie Saudi-Arabien und Katar. Welche Rebellen sollen militärische Ausrüstung erhalten? Und wer ist vertrauenswürdig genug, um sie ins Land zu schmuggeln? Diese Fragen beantworten anscheinend die US-Agenten.

Die CIA vor Ort soll aber auch die türkische Regierung beruhigen, schätzt der ehemalige Agent Bob Baer auf CNN. Die gerate nämlich langsam in Panik wegen des schwelenden Konflikts vor ihrer Haustür.

Diplomatische Lösung wird immer unwahrscheinlicher
tagesschau 17:00 Uhr, 03.08.2012, Stefan Maier, SWR

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CIA auf Kontrollposten

Gleichzeitig soll der Geheimdienst den USA wenigstens ein Stück weit die Kontrolle sichern in dem wachsenden Chaos.

Während die Rebellen und die arabischen Verbündeten auf größere Waffenlieferungen drängen, versuchen die Amerikaner zu verhindern, dass sich Extremisten an der Ausrüstung bedienen. Gleichzeitig will man die Rebellen nicht enttäuschen, weil die sich sonst ihrerseits den Extremisten zuwenden könnten. Gruppen wie Al Kaida sind längst Teil des Konflikts.

Die USA werden die Rebellen also möglicherweise immer direkter militärisch unterstützen. So müsse der Kampf gegen das Regime besser organisiert werden, meint Ex-Agent Baer - auch durch eine Ausbildung an bestimmten Waffen. Wenn die aktuelle Schlacht gegen Aleppo weiter andauere, dann kämen mit Sicherheit Trainer von außen nach Syrien - zum Beispiel von der CIA.

Was bedeutet der Annan-Rücktritt für Syriens-Diplomatie?
C. Sarre, NDR New York
03.08.2012 06:24 Uhr

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Stand: 03.08.2012 01:12 Uhr

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