Erlaubnis des syrischen Präsidenten UN dürfen C-Waffen-Vorwürfe prüfen

Stand: 01.08.2013 04:49 Uhr

Nach langem Widerstand hat der syrische Machthaber Baschar al Assad eingewilligt, UN-Waffeninspekteure ins Land zu lassen, damit diese die Vorwürfe zum Einsatz von Chemiewaffen überprüfen können.

Die Mission werde "so bald wie möglich nach Syrien reisen, um gleichzeitig drei der berichteten Vorfälle zu untersuchen", sagte UN-Sprecher Martin Nesirky. Laut Diplomaten soll das Expertenteam in Europa zusammengestellt werden. Insgesamt liegen den Vereinten Nationen 13 Berichte zum mutmaßlichen Einsatz der Waffen vor, doch wollte Damaskus bisher nur in einem Fall eine Prüfung erlauben.

Die syrische Regierung hatte den Inspektoren nur Zugang zu der Kleinstadt Khan al Assal gewähren wollen, wo ihren Angaben nach im März beim Einsatz von Chemiewaffen durch die Rebellen 26 Menschen getötet worden waren.

Assad treue Soldaten patroullieren in Khan al Assal, wo angeblich Chemiewaffen eingesetzt wurden. (Bildquelle: REUTERS)
galerie

Assad-treue Soldaten patroullieren im März in Khan al Assal, wo angeblich Chemiewaffen eingesetzt wurden.

Leblose Tierkörper in Khan al Assal nach angeblichem Einsatz von Chemiewaffen im März. (Bildquelle: REUTERS)
galerie

Leblose Tierkörper in Khan al Assal nach angeblichem Einsatz von Chemiewaffen im März.

Einsatz von C-Waffen umstritten

In vielen Fällen ist nicht nur umstritten, ob tatsächlich Chemiewaffen eingesetzt wurden, sondern auch wer dafür verantwortlich war. Der Einsatz von Chemiewaffen ist auch deshalb brisant, weil die USA dies als Grund für eine militärische Intervention genannt hatten.

Nach UN-Angaben wurde die Einigung bei einem Besuch einer UN-Delegation vergangene Woche in Damaskus getroffen. Diplomaten zufolge könnten die Inspektoren bereits kommende Woche nach Syrien reisen.

Demnach sind Besuche in Khan al Assal sowie in Atadschbah und Homs geplant, wo Chemiewaffen im März beziehungsweise Dezember eingesetzt worden sein sollen. Großbritannien und Frankreich hatten von diesen Angriffen berichtet und die Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht.

1/8

Bilder: Waffenlieferungen nach Syrien

Ende April hatte die Marine des Libanon ein Schiff aufgebracht, das Waffen aus Libyen für Aufständische in Syrien liefern sollte. tagesschau.de liegen nun Fotos vor, die offenbar die tödliche Fracht zeigen.

Die Letfellah II nach der Beschlagnahmung in einem libanesischen Hafen.

Die Letfellah II nach der Beschlagnahmung in einem libanesischen Hafen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. August 2013 um 14:15 Uhr.

Darstellung: