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Nach Gefangennahme durch syrische Rebellen
Freilassung der Blauhelme verzögert sich
Die Freilassung der 21 von syrischen Rebellen auf den Golanhöhen gefangen genommenen UN-Soldaten ist in einem ersten Anlauf gescheitert. Wie Außenamtssprecher Raul Hernandez in Manila sagte, wurde die Freilassung am frühen Freitagmorgen erwartet, es sei aber nichts geschehen. Nach seinen Worten beharren die Aufständischen weiter auf ihrer Forderung nach einem Abzug der Regierungstruppen aus der Region rund um Dschamlah - offenbar, um selbst mehr Bewegungsfreiheit in der Provinz Daraa zu erhalten.
Die Rebellen hatten nach Angaben der philippinischen Streitkräfte vorgeschlagen, die UN-Soldaten vom Roten Kreuz aus dem Gebiet eskortieren zu lassen. Militärsprecher Arnulfo Marcelo Burgos sagte, die Rebellen seien bereit, die philippinischen Friedenssoldaten freizulassen. Sie hätten darum gebeten, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sie in sicheres Gebiet bringt, da es derzeit in dem Gebiet schwere Kämpfe mit syrischen Regierungstruppen gebe.
Die Rebellen hätten erklärt, die UN-Soldaten müssten wegen der Kämpfe in Sicherheit gebracht werden: "Sie wollen, dass das Rote Kreuz sie abholt und eskotiert", sagte Burgos. "Hoffentlich werden sie wirklich freigelassen."
Thomas Aders (ARD) zur Geiselnahme der UN-Soldaten in Syrien
tagesschau 12:00 Uhr, 08.03.2013
Die 21 UN-Soldaten waren am Mittwoch in der Nähe des Dorfes Dschamlah knapp zwei Kilometer von den israelisch besetzten Golan-Höhen gefangen genommen worden.
Sie gehören der UNDOF-Mission an, die seit den 1970er-Jahren eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golan-Höhen überwacht. Die für die Entführung verantwortliche Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade war deswegen von den übrigen Mitgliedern der syrischen Oppositionsbewegung scharf kritisiert worden.
Stand: 08.03.2013 08:46 Uhr
