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Ein Mitglied der syrischen Rebellengruppe

Bürgerkrieg in Syrien

Aufständische nehmen UN-Beobachter gefangen

Bewaffnete Kämpfer aus Syrien haben 21 UN-Beobachter auf den Golanhöhen gefangen genommen. Rund 30 Kämpfer hätten die Beobachter gestoppt und in ihre Gewalt gebracht, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Die Soldaten gehören laut der Regierung in Manila zu einem rund 300 Mann starken philippinischen Kontingent der Undof-Mission.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Geiselnahme in einer Erklärung "auf das Schärfste". Dahinter stünden "bewaffnete Elemente der syrischen Opposition". Das Gremium verlangte die "sofortige und bedingungslose" Freilassung der Beobachter.

Dieser Screenshot aus einem Video soll Kämpfer zeigen, die UN-Beobachter auf den Golanhöhen festgesetzt haben.
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Dieser Screenshot aus einem Video soll Kämpfer zeigen, die UN-Beobachter auf den Golanhöhen festgesetzt haben.

Auch die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter, die in Großbritannien ansässig ist, berichtete von der Gefangennahme in der Region Daraa. Die Kämpfer wollten ihre Geiseln nicht freilassen, bevor Präsident Baschar Al Assad seine Truppen aus der Region zurückgezogen habe, teilte die Organisation mit. Auch ein im Internet verbreitetes Video zeigt Rebellen, die einen Konvoi unter ihre Kontrolle bringen. Sie geben sich als "Märtyrer von Jarmouk" aus und fordern, dass Assad seine Truppen aus dem Dorf Jamla abzieht. Die Blauhelme werden beschuldigt, dem syrischen Regime dabei zu helfen, seine Truppen in einer Gegend nahe den Golanhöhen zu restationieren, die Aufständische vor einigen Tagen unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

UN-Beobachter überwachen Waffenruhe zwischen Syrien und Israel

Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin, der derzeit den Vorsitz des UN-Sicherheitsrats innehat, sagte, Vertreter der UNDOF-Mission stünden mit den Bewaffneten in Verhandlung. Die Gefangennahme der Friedenstruppen sei besonders inakzeptabel und bizarr, da die Soldaten nicht bewaffnet seien und nichts mit der Lage in Syrien zu tun hätten. Tschurkin sagte, die Geiselnahme sei ohne Kämpfe abgelaufen. Sie habe in einer Gegend stattgefunden, die weder von Syrien noch von Israel wirklich kontrolliert werde. Die Rebellen hätten auch die Fahrzeuge der Blauhelmsoldaten in ihre Gewalt gebracht. Der UNO zufolge waren die Beobachter während eines regulären Einsatzes gestoppt worden.

UN-Sicherheitsrat fordert Freilassung der Blauhelmsoldaten
tagesthemen 22:15 Uhr, 06.03.2013, Markus Schmidt, ARD New York

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Die UN-Friedenstruppe überwacht seit 1974 die Waffenruhe zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen. Israel hält die Golanhöhen seit 1967 besetzt. Syrischen Truppen ist ein Zutritt dorthin nicht gestattet. In den vergangenen Wochen waren wiederholt Geschosse aus Syrien auf den Golanhöhen eingeschlagen.

Erst am Montag waren im Irak Dutzende syrische Soldaten getötet worden. Sie hatten sich vor Rebellen in das Nachbarland geflüchtet und waren auf dem Rücktransport zur Grenze aus einem Hinterhalt heraus angegriffen worden. Die Zahl syrischer Flüchtlinge hat nach Angaben der UNO inzwischen die Zahl von eine Million erreicht. Die meisten fliehen nach Jordanien, in die Türkei und in den Libanon.

Stand: 06.03.2013 22:56 Uhr

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