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Rede an die Nation angekündigt

Assad löst Spekulationen aus

Baschar al Assad
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Syriens Präsident Assad will sich heute an sein Volk wenden.

Der wegen der Gewalt gegen seine Gegner weitgehend isolierte syrische Präsident Baschar al Assad will heute Stellung zu den "jüngsten Entwicklungen in Syrien und in der Region" nehmen. Das kündigte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana an. Es wäre der erste öffentliche Auftritt Assads seit Monaten.

Die Assad-freundliche libanesische Zeitung "Al Akhbar" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, der Staatschef könne einen Fünf-Punkte-Plan vorlegen. Dabei gehe es um einen Waffenstillstand, internationale Beobachter zu seiner Überwachung, eine Verfassungsgebende Versammlung, die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit sowie freie Wahlen zu einem neuen Parlament. Außerdem wolle Assad nach dem Ende seiner Präsidentschaft 2014 abermals für das Amt des Staatschefs kandidieren dürfen.

Anlehnung an Brahimi-Vorschlag?

Der internationale Syrien-Vermittler Lakhdar Brahimi hatte bei seinem Besuch in Damaskus im vergangenen Dezember einen Plan erwähnt, der auf einer im Juni in Genf ausgehandelten Vereinbarung beruhen solle. Diese sieht einen Waffenstillstand, die Bildung einer Übergangsregierung und die Organisation von Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen vor. Assads Rücktritt wurde in der Vereinbarung nicht verlangt. Die Assad-Gegner sehen den Rücktritt jedoch als unverzichtbar an.

Weiter blutige Kämpfe

Unterdessen lieferten sich Regierungstruppen und Aufständische am Samstag erneut schwere Gefechte im ganzen Land. Bei Kämpfen in der südlich der Hauptstadt Damaskus gelegenen Ortschaft Daraja seien zehn Menschen getötet worden, meldete die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Im Vorort Katana seien zudem bei Razzien der Regierungstruppen mehrere Anwohner festgenommen worden.

In Syrien herrscht seit fast zwei Jahren ein bewaffneter Konflikt zwischen Regierungstruppen und zum Teil islamistischen Rebellen. Seitdem wurden nach UN-Schätzungen mehr als 60.000 Menschen getötet. Zuletzt gab es auch im Großraum Damaskus heftige Kämpfe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 6. Januar 2013 um 10:00 Uhr.

Stand: 06.01.2013 10:29 Uhr

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