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Bürgerkrieg in Syrien
Rebellen melden Angriffe und beklagen neues Massaker
Aus Syrien werden neue Kämpfe zwischen Aufständischen und der Armee gemeldet. Ein Anhänger der Opposition in Damaskus schilderte der Nachrichtenagentur Reuters Artillerie- und Luftangriffe auf die südlichen und östlichen Vororte der Hauptstadt, in denen sich Einheiten der Freien Syrischen Armee verschanzt und versteckt haben. Die Kämpfer dort können gegen diese Arten der Angriffe kaum etwas unternehmen. Angaben über mögliche Opfer liegen nicht vor.
Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete unterdessen Kämpfe aus den westlichen Vierteln von Damaskus. Dabei wurden demnach "Dutzende Terroristen" von Soldaten getötet.
Im Norden des Landes gibt es offenbar neue Gefechte um den Flughafen von Aleppo. Mitarbeiter sagten der Nachrichtenagentur AFP, dass der internationale Flughafen gesperrt worden sei, weil es Angriffe von Aufständischen gäbe. Die Schließung wurde von der Flughafenverwaltung bestätigt, allerdings wurde dies mit Wartungsarbeiten begründet.
Die ehemalige Wirtschaftsmetropole Aleppo ist seit Monaten umkämpft. Weder die Assad-Gegner, noch die Armee können die Stadt vollständig kontrollieren. Rebellengruppen überfallen immer wieder die Nachschubrouten der Regierungssoldaten, sind aber weder zahlenmäßig in der Lage, noch dazu ausgerüstet, die Armee zu vertreiben.
Neues Massaker in Hama?
Unterdessen wird aus der Provinz Hama ein neues Massaker an der Zivilbevölkerung gemeldet. Nach unbestätigten Berichten wurden in einem Dorf 23 Menschen enthauptet. Für die Tat machen Regimegegner die Schabiha-Miliz verantwortlich, der schon mehrfach Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden. Angeblich wurden auch Kinder ermordet.
Vor dem Massaker soll es in der Region Angriffe auf Kontrollposten der Armee gegeben haben. Die Soldaten sollen die Milizionäre angefordert haben. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen.
UNO ringen um Konsenslösung
Der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi hatte erst in der vergangenen Woche eindringlich eine schnelle Beilegung des Konflikts gefordert. Für das Land gebe es nur zwei Möglichkeiten, eine politische Lösung oder die Hölle. Eines der Probleme sei, dass Rebellen und Regierung nur übereinander und nicht miteinander sprächen.
In dem Bürgerkrieg sind bereits zehntausende Menschen getötet worden. Hunderttausende Menschen sollen in die Nachbarländer geflohen sein - die jordanische Regierung schätzt die Zahl der Syrer in ihrem Land inzwischen auf mehr als 275.000, in die Türkei sind vermutlich mehr als 145.000 Menschen geflohen.
Stand: 01.01.2013 15:50 Uhr
