Seitenueberschrift
Diplomatische Aufwertung für Rebellen
USA erkennen syrische Opposition an
Nach Großbritannien und Frankreich haben auch die USA das syrische Oppositionsbündnis offiziell anerkannt. Das Bündnis sei nun "umfassend" genug, um die rechtmäßige Vertretung des syrischen Volkes zu bilden, sagte Obama. Diese Anerkennung verband er auch mit Forderungen.
Von Sabine Müller, HR-Hörfunkstudio Washington
Die US-Regierung erhöht den Druck auf Syriens Machthaber Baschar al Assad und erkennt das neu geschmiedete Oppositionsbündnis der syrischen Rebellen offiziell an. Das hat Präsident Obama in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC mitgeteilt.
Obama nennt die Entscheidung einen wichtigen Schritt. In dem Bündnis seien jetzt genug unterschiedliche Rebellengruppen versammelt, um eine legitime Vertretung des syrischen Volkes zu bilden. Er betont, die Anerkennung bedeute auch neue Verantwortung für die Rebellen: Der US-Präsident erwartet, dass sie sich gut organisieren, alle Bürger im Land repräsentieren und Frauen- und Minderheitenrechte achten.
Anerkennung bedeutet keine Waffenlieferungen
Mit der Anerkennung folgen die USA Ländern wie Großbritannien und Frankreich, die diesen Schritt schon im letzten Monat getan hatten. Dass die USA jetzt mit im Boot sind, könnte den Rebellen weitere internationale Unterstützung einbringen.
Der neue amerikanische Kurs bedeutet nicht, dass die USA die Aufständischen jetzt mit Waffen versorgen. Denn die USA trauen längst nicht allen Anti-Assad-Kämpfern über den Weg - Präsident Obama beschreibt manche von ihnen als anti-amerikanische Extremisten.
Erst gestern hatte die US-Regierung die islamistische Rebellengruppe Al-Nusra-Front auf ihre Liste von Terrororganisationen gesetzt - mit der Begründung, die Gruppe sei eine Tarnorganisation von Al Kaida im Nachbarland Irak.
USA erkennen syrisches Oppositionsbündnis offiziell an
S. Müller, HR Washington
12.12.2012 04:47 Uhr
Stand: 12.12.2012 05:21 Uhr
