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Syrische Soldaten

Berichte über neue Gefechte

Brüchige Waffenruhe in Syrien

Trotz der vereinbarten Waffenruhe werden aus verschiedenen Landesteilen in Syrien Gefechte gemeldet. Wie die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, versuchen Rebellen, eine Armeebasis in der Nähe der Stadt Idlib zu stürmen.

In den vergangenen Tagen war es wiederholt zu Kämpfen um den Armeestützpunkt Wadi al Deif gekommen, der strategisch wichtig an der Verbindungsstraße zwischen der Hauptstadt Damaskus und der Wirtschaftsmetropole Aleppo liegt. Sollte den Rebellen die Erstürmung der Basis gelingen, würde dies die Versorgung der Regierung zu den Truppen in Aleppo erschweren. Unter den Kämpfern sollen auch Anhänger der Terrorgruppe Al-Nusra-Front sein, die die Waffenruhe ablehnen.

In Damaskus explodierte eine Autobombe. Darüber berichteten die staatliche Nachrichtenagentur Sana und die Opposition übereinstimmend. Der Anschlag geschah vor einer Moschee in dem Viertel Daf Schawk. Dabei sollen laut Aktivisten Dutzende Menschen getötet und verletzt worden sein. Viele Häuser seien beschädigt worden.

Auch aus einem Vorort von Damaskus gibt es Berichte über Kämpfe. Drei Menschen sollen laut Augenzeugen getötet worden sein. Die Angaben aus Syrien können kaum überprüft werden, weil Journalisten der Zugang weitgehend versperrt ist.

Waffenruhe in Syrien bereits wenige Stunden nach Inkrafttreten brüchig
tagesthemen 21:45 Uhr, 26.10.2012, Thomas Aders, ARD Kairo

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Unterstützung des UN-Sicherheitsrates

UN-Syrien-Gesandter Brahimi
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Der UN-Sondergesandte Brahimi hofft auf den Beginn einer politischen Lösung.

Die viertägige Feuerpause anlässlich des islamischen Opferfests war am Morgen in Kraft getreten. Sowohl die syrische Armee als auch ein großer Teil der Aufständischen, darunter die Freie Syrische Armee, hatte der vom UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi vorgeschlagenen Waffenruhe zugestimmt. Allerdings behielten sich beide Seiten vor, auf mögliche Angriffe des Gegners zu reagieren.

Brahimi hofft, dass das vorläufige Ende der Gefechte den Beginn einer politischen Lösung markieren wird. Der UN-Sicherheitsrat unterstützt seine Initiative. "Die Mitglieder des Sicherheitsrates rufen alle Beteiligten - besonders die syrische Regierung als die stärkere Seite - dazu auf, positiv auf die Initiative des Sondervermittlers zu reagieren", hieß es in einer gestern veröffentlichten Erklärung.

Die UN-Vetomacht Russland, ein enger Verbündeter des Regimes des syrischen Präsidenten Baschar al Assad, nannte die angekündigte Waffenruhe "fundamental wichtig". Die USA beurteilten die Erfolgsaussichten der Feuerpause skeptisch. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einem kleinen "Schimmer der Hoffnung für die leidgeprüften Menschen".

Thomas Stephan (ARD) zu der Frage: Wird der Waffenstillstand halten?
ARD-Morgenmagazin 06:20 Uhr, 26.10.2012

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Stand: 26.10.2012 17:28 Uhr

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