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Feuerpause in Syrien soll in Kraft treten
Hoffen auf die vereinbarte Waffenruhe
In Syrien ist am Morgen anlässlich des islamischen Opferfestes eine viertägige Waffenruhe in Kraft getreten. Sowohl die syrische Armee als auch ein großer Teil der Aufständischen, darunter die Freie Syrische Armee, hatte der vom UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi vorgeschlagenen Feuerpause gestern zugestimmt. Allerdings behielten sich beide Seiten vor, auf mögliche Angriffe des Gegners zu reagieren. Beobachter sind daher skeptisch, ob die Waffen in den kommenden Tagen wirklich schweigen werden.
Unterstützung des UN-Sicherheitsrates
Brahimi hofft, dass das vorläufige Ende der Gefechte den Beginn einer politischen Lösung markieren wird. Der UN-Sicherheitsrat unterstützt seine Initiative. "Die Mitglieder des Sicherheitsrates rufen alle Beteiligten - besonders die syrische Regierung als die stärkere Seite - dazu auf, positiv auf die Initiative des Sondervermittlers zu reagieren", hieß es in einer gestern veröffentlichten Erklärung.
Die UN-Vetomacht Russland, ein enger Verbündeter des Regimes des syrischen Präsidenten Baschar al Assad, nannte die angekündigte Waffenruhe "fundamental wichtig". Die USA beurteilten die Erfolgsaussichten der Feuerpause skeptisch. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einem kleinen "Schimmer der Hoffnung für die leidgeprüften Menschen".
Weitere Gefechte am Abend
Ungeachtet der für heute geplanten Waffenruhe lieferten sich Regierungstruppen und Rebellen gestern heftige Gefechte. Sowohl die staatliche Nachrichtenagentur Sana als auch Oppositionelle berichteten über Kämpfe im Großraum Damaskus, in Aleppo und Idlib. Bewohner von Hadschar al-Aswad berichtete, dass das syrische Militär am Abend einen Stadtteil im Süden von Damaskus unter Beschuss genommen habe. Der Stadtteil diente Aufständischen als Ausgangspunkt für Angriffe auf Regierungstruppen. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
Thomas Stephan (ARD) zu der Frage: Wird der Waffenstillstand halten?
ARD-Morgenmagazin 06:20 Uhr, 26.10.2012
Stand: 26.10.2012 07:07 Uhr
