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Nach erneutem Granateneinschlag in der Türkei
Türkische Armee antwortet mit Vergeltungsangriff
Die türkischen Streitkräfte haben türkischen Medien zufolge erneut Vergeltungsangriffe auf Syrien gestartet. Zuvor sei ein aus Syrien abgefeuertes Geschoss auf dem Gebiet der türkischen Stadt Altinozu gelandet, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu den Gouverneur der Provinz Hatay.
Bei dem Einschlag des syrischen Geschosses in einer ländlichen Gegend des Bezirks Yayladagi wurde laut Anadolu niemand verletzt. Das Artilleriegeschoss sei etwa 50 Meter jenseits der Grenze auf türkischem Territorium eingeschlagen. Laut Anadolu war die Provinz Hatay schon am Donnerstag beschossen worden, woraufhin die türkische Armee ebenfalls mit Angriffen auf Syrien reagiert habe.
Martin Weiss zur Lage im türkisch-syrischen Grenzgebiet
tagesthemen 21:45 Uhr, 05.10.2012
Am Mittwoch waren in der türkischen Ortschaft Akcakale fünf Zivilisten durch syrischen Artilleriebeschuss getötet worden. Die Türkei hatte daraufhin Vergeltungsangriffe gestartet, bei denen mehrere syrische Soldaten getötet wurden.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warnte Syrien eindringlich davor, die Geduld der Türkei auf die Probe zu stellen. Die Türkei wolle keinen Krieg mit Syrien, werde aber nicht zögern, auf jede Bedrohung der nationalen Sicherheit zu reagieren.
Merkel hofft auf Besonnenheit
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich wegen der anhaltenden Spannungen besorgt. Sie hoffe und denke, dass Türkei und NATO so besonnen seien, dass es nicht zu einer Eskalation kommen werde. Die Situation sei "extrem ernst". Was sich in Syrien abspiele, sei eine grausame Auseinandersetzung, bei der sich zeige, wie schwierig es sei, die Weltgemeinschaft zu einem gemeinsamen Agieren zu bewegen.
Der UN-Sicherheitsrat erfülle seine Aufgabe nicht, da China und Russland weitergehende Forderungen blockierten, kritisierte die Kanzlerin: "Wir stoßen hier wirklich auf Widerstände, die mir zum Teil kaum verständlich sind."
Stand: 05.10.2012 22:11 Uhr
