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Heftige Gefechte in syrischer Handelsmetropole

Aleppos historischer Basar steht in Flammen

Bei heftigen Gefechten zwischen Gegnern von Syriens Präsident Baschar al Assad und Regierungstruppen ist im historischen Basar der umkämpften Stadt Aleppo ein Großbrand ausgebrochen. Augenzeugen zufolge brannten in der Nacht die meisten der dort ansässigen Geschäfte nieder. Ein Großteil des Basars sei zerstört. Die Löscharbeiten seien schwierig, weil die syrischen Behörden die Wasserversorgung der Stadt gekappt hätten.

In den vergangenen Wochen war der Markt immer wieder Schauplatz heftiger Gefechte zwischen Regierungstruppen und Kämpfern der "Freien Syrischen Armee" (FSA). Beide Seiten kontrollieren etwa jeweils die Hälfte der strategisch bedeutsamen Handelsstadt. Wiederholte Versuche beider Seiten, auch die andere Hälfte einzunehmen, scheiterten. Zuletzt war eine angekündigte FSA-Offensive in Aleppo ins Stocken geraten.

Heftige Gefechte in syrischer Handelsmetropole Aleppo
tagesschau 20:00 Uhr, 30.09.2012, Jörg Armbruster, ARD Kairo

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USA Versprechen der Opposition Millionen - Scharfe Kritik aus Russland

Die USA stellten derweil der syrischen Opposition weitere Hilfen in Millionenhöhe in Aussicht. US-Außenministerin Hillary Clinton versprach 15 Millionen Dollar für nichtmilitärische Zwecke und 30 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe.

Russland warf den USA und ihren Verbündeten vor, mit der klaren Parteinahme für die Opposition den Terrorismus in Syrien zu stärken. Russland hatte gemeinsam mit China Syrienresolutionen im UN-Sicherheitsrat wiederholt blockiert und wird dafür vom Westen scharf kritisiert. Die Regierung in Moskau wirft den anderen Ländern im Sicherheitsrat ihrerseits eine Blockadehaltung vor.

Aleppo - eine historische Perle von unschätzbarem Wert

Der jahrhundertealte Basar in Aleppo gilt als der weltgrößte, der heute noch genutzt wird. Er ist Teil der Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählt wird. Die verschlungenen kilometerlangen Wege sind größtenteils überdacht. Zwischen steinernen Gängen, Toren und Rundbögen finden sich Baustrukturen vorwiegend aus dem 16., teilweise auch aus dem 14. und 13. Jahrhundert. Ungeachtet der Touristenströme blieben dort zudem bis heute alte arabisch-türkische Händler- und Handwerkstraditionen erhalten.
 
Der Basar wird eingeschlossen von einer imposanten, in ihren Außenmauern vollständig erhaltenen Zitadelle aus dem 12./13. Jahrhundert, einer großen Moschee aus dem 12. Jahrhundert und verschiedenen, als Madrasas bekannten, Islamschulen sowie Karawansereien und öffentlichen Bädern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Altstadt selbst wird von einer Stadtmauer, Türmen, Palästen und Relikten aus griechischer, römischer und byzantinischer Epoche umfasst. 2006 wurde Aleppo zur islamischen Kulturhauptstadt gekürt.

Aleppo zählt zu den ältesten kontinuierlich besiedelten Städten der Welt. Die seit dem zweiten Jahrtausend vor Christus an den Knotenpunkten wichtiger Handelsrouten gelegene Stadt wurde nacheinander unter anderem von den Hethitern, Assyrern, Babyloniern, Persern, Griechen und Römern regiert. Knapp 2000 Jahre lang war Aleppo eine der zentralen Handelsstädte an der von China bis zum Mittelmeer führenden Seidenstraße.

Anmerkung der Redaktion

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Stand: 29.09.2012 17:28 Uhr

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