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Bürgerkrieg in Syrien

Aleppo unter schwerem Beschuss

Der syrischen Armee ist es offenbar noch nicht gelungen, die Millionenmetropole Aleppo im Nordwesten des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Aufständische berichteten von heftigen Kämpfen in den von ihnen gehaltenen Stadtvierteln. Die Armee setzte demnach Panzer, Artillerie und Kampfhubschrauber ein.

Die Angriffe konzentrierten sich nach den Angaben der Gegner von Präsident Baschar al Assad auf den südwestlichen Bezirk Salaheddin. Zudem gebe es Gefechte in den Vierteln Bab al Nasr, Bab al Dschadid und in der historischen Altstadt. Auch im Westen der Stadt werde gekämpft. Die meisten Bewohner Aleppos sind geflohen. Diejenigen, die noch dort seien, suchten in Kellern Schutz vor dem Beschuss von Panzern und Helikoptern, berichtete ein AFP-Reporter. Abdel Dschabar al Okaidi, ein von der Armee zur Freien Syrischen Armee übergelaufener Oberst, sagte der Agentur AFP, die Rebellen hätten nur wenige Kämpfer verloren. Durch die Luftangriffe seien aber viele Zivilisten getötet worden.

Kämpfe um Wirtschaftsmetropole Aleppo halten an
tagesschau 17:00 Uhr, 29.07.2012

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Syriens Außenminister zu Besuch in Teheran

Die syrische Führung suchte derweil Unterstützung im Iran. Außenminister Walid al Muallim bekräftigte nach einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi in Teheran, Syrien werde keine Chemiewaffen in dem Konflikt einsetzen. Sein Land sei entschlossen, die "bewaffneten Terroristen" zu besiegen - auch in Aleppo. Beide beschuldigten Israel, für den Bürgerkrieg verantwortlich zu sein. Ziel der Verschwörung sei der Sturz der Regierung in Damaskus. Salehi warnte Katar, Saudi-Arabien und die Türkei davor, sich einzumischen. "Die Länder sollten sich der gefährlichen Folgen einer solchen Politik für die gesamte Region bewusst sein", sagte Salehi.

"Verbrecherische Akte"

Weltweit forderten Politiker ein sofortiges Ende der Offensive, weil sie viele Opfer unter Zivilisten befürchten. "Ich bin tief besorgt über die eskalierende Gewalt in Aleppo", erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Bundesaußenminister Guido Westerwelle warf Damaskus "verbrecherische Akte" vor.

Stand: 29.07.2012 17:30 Uhr

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