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Weiter Kämpfe in Damaskus

Syrer setzen wenig Hoffnung in UN-Mission

Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien nimmt weiter zu. Allein im Libanon kamen in den vergangenen Tagen mehr als 30.000 Menschen an. In die UN-Beobachtermission, die gerade verlängert wurde, setzen die Syrer wenig Hoffnung. Deren Leiter, Gaye, will die Mission dennoch bestmöglich nutzen.

Von Hans-Michael Ehl, ARD-Hörfunkstudio Kairo

Vereinzelt werden aus der syrischen Hauptstadt Damaskus Schusswechsel zwischen Regierungssoldaten und Aufständischen gemeldet, auch Explosionen sollen zu hören gewesen sein. Gestern meldeten Staatsmedien, die Armee habe ein Stadtviertel wieder unter ihre Kontrolle gebracht, das Aufständische seit Tagen in der Hand hatten. Nach Angaben von Oppositionellen sollen Regierungstruppen heute auch den Vorort Schaba zurückerobert haben. Nach schwerem Artilleriebeschuss sollen Panzer in den Ort vorgerückt sein.

Kämpfe in Damaskus dauern an
H. M. Ehl, ARD Amman
21.07.2012 12:21 Uhr

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30.000 Flüchtlinge im Libanon angekommen

Flüchtlingsorganisationen bestätigte inzwischen, dass bis zu 30.000 Flüchtlinge vor allem aus Damaskus und Umgebung im Libanon angekommen sind. Auch in Jordanien kamen wieder syrische Flüchtlinge an; das Nachbarland nahm in dem monatelangen Konflikt bereits mehrere Zehntausend Flüchtlinge auf.

Nach den Erfolgen der Freien Syrischen Armee der vergangenen Tage vor allem im Grenzgebiet zur Türkei und zum Irak sind einige der Flüchtlinge optimistisch, dass das Assad-Regime diesen Kampf nicht gewinnen kann, wie zum Beispiel Ibrahim, der in einem Flüchtlingscamp nahe der syrisch-jordanischen Grenze Zuflucht gefunden hat: "Sie haben die Grenze geöffnet, das haben sie großartig gemacht. Die Helden der Freien Syrischen Armee sollen hochleben. Sie werden bald alle Grenzen kontrollieren und die Flughäfen. Sie werden Assad nicht entkommen lassen. Sie sind Helden."

Zehntausende flüchten vor Kämpfen zwischen Assad-Truppen und Regierungsgegnern
tagesschau24 13:30 Uhr, 21.07.2012, Beate Thomsen, DW

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"Unsere Erwartungen haben sich bisher nicht erfüllt"

Wenig Hoffnung setzen viele Syrer in die UN-Beobachtermission, die jetzt um weitere 30 Tage verlängert wurde. Schon vor einigen Tagen hatte ein Sprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrats die Mission und die Pläne des UN-Sondergesandten Kofi Annan als Totgeburt bezeichnet.

Der neue Leiter der Beobachtermission, der senegalesische General Babacar Gaye, gab kurz nach der Entscheidung im UN-Sicherheitsrat zu, dass die bisherigen Ergebnisse der Mission nicht zufriedenstellend seien: "Wahr ist, dass unsere Mission von der Realität vor Ort abhängt. Wir müssen eingestehen, dass unsere Fähigkeit, diese Realität vor Ort zu beeinflussen, bisher unsere Erwartungen nicht erfüllt hat. Alles hängt jetzt von den aktuellen Entwicklungen vor Ort ab."

Gleichzeitig stellte Gaye sich klar gegen Deutungen, wonach die Verlängerung des Mandats lediglich für einen geordneten Rückzug geeignet sei: "Zuerst will ich sicherstellen, dass wir diese 30 Tage bestmöglich nutzen können. Ich halte das nicht für so etwas wie die letzte Chance, sondern für den Beleg, dass die internationale Gemeinschaft besorgt ist, auch wenn diese Besorgnis unterschiedlich aussieht von Mitgliedsstaat zu Mitgliedsstaat. Aber es gibt diese Sorge, weil Menschen in Syrien leiden. Mein Ziel wird es sein, diese kurze Zeit bestmöglich zu nutzen."

Syrien-Konflikt: NATO-Eingriff unter UN-Mandat?
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Stand: 21.07.2012 12:26 Uhr

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