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Schwere Kämpfe in Syrien

UNO schätzt Flüchtlinge auf eine Million

Die Gewalt in Damaskus hat die Situation der Flüchtlinge im Land enorm verschärft. Das UN-Flüchtlingshilfswerk schätzt, dass innerhalb Syriens bis zu einer Millionen Menschen auf dem Weg zur Grenze sind. Indes hat der UN-Sicherheitsrat die Beobachtermission um 30 Tage verlängert.

Von Hans-Michael Ehl, ARD-Hörfunkstudio Kairo

Vor allem in der syrischen Hauptstadt Damaskus haben sich Regierungstruppen und Kämpfer der Freien Syrischen Armee wieder Gefechte geliefert. Die reguläre Armee rückte mit Panzern in Stadtviertel vor, die bis gestern von den Aufständischen kontrolliert wurden.

Tausende flüchten über Grenze in den Libanon
H. M. Ehl, ARD Kairo
21.07.2012 00:50 Uhr

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Die Gewalt in Damaskus habe die Situation von Flüchtlingen im Land enorm verschärft, teilte jetzt das UN-Flüchtlingshilfswerk mit. Sprecherin Melissa Fleming erklärte: "Die Situation ist sehr viel dramatischer geworden seit die Gewalt auch auf Damaskus übergegriffen hat. Nach den uns vorliegenden Zahlen sind allein in den letzten zwei Tagen zwischen 9000 und 30.000 Menschen über die Grenze nach Libanon geflohen.

Innerhalb des Landes könnten bis zu einer Million Menschen auf der Flucht sein und in Damaskus flüchten Menschen von einem Viertel ins nächste, manche schlafen in Parks oder in Schulen. Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass in Teilen der Stadt Supermärkte, Geschäfte und Banken seit Tagen geschlossen sind." Menschen, die wegen der anhaltenden Gewalt aus ihren Wohnvierteln geflohen sind, müssten mit dem nötigsten versorgt werden.

Zehntausende flüchten vor Kämpfen in Syrien
tagesthemen 21:45 Uhr, 20.07.2012, Jörg Armbruster, ARD Kairo

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Syrische Muslimbruderschaft will bereits Partei gründen

In Istanbul erklärten Vertreter der syrischen Muslimbruderschaft unterdessen, sie seien bereit in der "Ära nach Präsident Assad" politische Verantwortung zu übernehmen. Man wolle schon jetzt eine politische Partei gründen, um für den Übergang gerüstet zu sein. Es gebe, sagte Hassan Kattab von der syrischen Muslimbruderschaft bei einer Pressekonferenz in der türkischen Metropole Istanbul, Gerüchte, Assad habe eingewilligt, den Weg für diesen Übergang frei zu machen.

Kattab sagte: "Wir haben eben die Nachricht bekommen, dass Baschar al-Assad zurücktreten will auf eine zivilisierte Art und Weise. Die Frage ist, was bedeutet ´eine zivilisierte Art und Weise´? Die Frage ist auch, wann wird das passieren? Wenn das wahr ist, begrüßen wir seinen Rücktritt, wir verlangen das seit 17 Monaten und die Syrer sind bereit, mit der Situation in einer zivilisierten Weise umzugehen.Die Syrer sind bereit zu übernehmen, damit das Land zu einem freien und demokratischen Land wird."

Ein falsches Zitat

Kattab bezog sich auf die Äußerung des russischen Botschafters in Frankreich, der zitiert wurde mit der Aussage, Assad sei bereit, zurückzutreten. Kurz darauf hieß es, der Diplomat sei falsch zitiert worden; das syrische Staatsfernsehen verbreitete eine Erklärung, wonach die Gerüchte zu Assads Rücktrittsbereitschaft völlig an der Wahrheit vorbeigingen.

Syrien-Konflikt: NATO-Eingriff unter UN-Mandat?
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Stand: 21.07.2012 04:57 Uhr

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