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Offenbar schwere Gefechte in Damaskus

Der Konflikt in Syrien

Offenbar schwere Gefechte in Damaskus

Regierungstruppen und Rebellen haben ihre heftigen Kämpfe in der syrischen Hauptstadt Damaskus fortgesetzt. Die Armee habe in den frühen Morgenstunden das Viertel Tadamon unter Beschuss genommen, erklärten die oppositionellen örtlichen Koordinationskomitees. In den Stadtteilen Kafar Susse und Dschobar habe es zudem schwere Gefechte zwischen den Regierungstruppen und der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee gegeben.

Bereits gestern war Damaskus nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten von den heftigsten Kämpfen seit dem Beginn der Rebellion im März 2011 erschüttert worden. Die syrische Armee feuere Mörsergranaten auf Stadtteile, in denen sich Kämpfer der aus Deserteuren zusammengesetzten Freien Syrischen Armee verschanzt hätten, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Schwere Gefechte in Damaskus
P. Steffe, ARD Kairo
16.07.2012 11:55 Uhr

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Syrischer Nationalrat spricht von "Schlachtfeld"

Die örtlichen Koordinierungskomitees der Aufständischen berichteten gestern von dichtem schwarzen Rauch über dem Stadtteil Tadamon und von lauten Explosionen in Nar Aischa. Der oppositionelle Syrische Nationalrat warf der syrischen Armee vor, Gegenden der Hauptstadt in ein "Schlachtfeld" verwandelt zu haben. "Die Revolution breitet sich aus und zieht die Schlinge um das Regime enger", sagte ein Sprecher in einer über arabische Satelliten-Sender verbreiteten Stellungnahme.

Ban nach Peking, Annan nach Moskau

Im Bemühen um ein geschlossenes Auftreten der internationalen Gemeinschaft im Syrien-Konflikt reist UN-Generalsekretär Ban Ki Moon heute nach China, während sich der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan, zu Gesprächen mit der russischen Führung nach Moskau begibt.

Für Annan stehen bereits Begegnungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und morgen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin fest. Vor dem Besuch Bans in Peking wurden ohne genaue Zeitpunkte Gespräche mit Präsident Hu Jintao, Ministerpräsident Wen Jiabao und Außenminister Yang Jiechi angekündigt. Am Veto Russlands und Chinas waren bisher zwei UN-Resolutionen zu Syrien gescheitert.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen unterdessen Erpressung vor. Die westlichen Länder drohten, das Mandat für die Mission unbewaffneter UN-Beobachter in Syrien nicht zu verlängern, falls Russland nicht einer UN-Resolution zustimme, die letztlich auch den Einsatz militärischer Mittel ermöglichen würde. Die in Teilen Syriens wegen zunehmender Gewalt bereits abgebrochene UN-Mission läuft am 20. Juli aus.

Bürgerkrieg erreicht offenbar syrische Hauptstadt Damaskus
tagesschau 17:00 Uhr, 16.07.2012, Michael Stempfle, ARD Kairo

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Iran bietet sich als Vermittler an

Derweil bot sich der Iran als Vermittler und Gastgeber für Friedensgespräche an. Man sei bereit, die syrische Opposition für Gespräche nach Teheran einzuladen und Gespräche mit der syrischen Regierung vorzubereiten, sagte Außenminister Ali Akbar Salehi nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Der Iran unterstütze den Friedensplan von Sonderermittler Kofi Annan - allerdings nur, wenn Präsident Baschar al Assad an der Macht bleibe.

Stand: 16.07.2012 12:04 Uhr

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