Straßenszene in der syrischen Stadt Idlib | Bildquelle: AFP

Krieg in Syrien Wenige Ausnahmen von der Waffenruhe

Stand: 30.12.2016 12:56 Uhr

Seit Mitternacht gilt in Syrien eine landesweite Waffenruhe - es ist bereits die dritte in diesem Jahr. Abgesehen von einzelnen Kämpfen hält sie bisher. Syrische Regierung und Aufständische geben sich optimistisch, dass das so bleibt.

Von Jürgen Stryjak, ARD-Studio Kairo

Seit Mitternacht gilt die landesweite Waffenruhe, und abgesehen von vereinzelten Gefechten hält sie bislang im Großen und Ganzen. In der Provinz Hama im Westen des Landes, auf halbem Wege zwischen Damaskus und Aleppo, soll es zu Kämpfen zwischen regierungstreuen Soldaten und Aufständischen gekommen sein, ebenso im Umland von Damaskus. Das berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die der Opposition nahe steht.

Es ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass ein Waffenstillstand vereinbart wurde. Die syrische Regierung wie auch Vertreter von Aufständischen zeigen sich optimistisch.

Syrischer Außenminister sieht politische Lösung

Es gebe eine reelle Chance für eine politische Lösung der Krise, sagte der syrische Außenminister Walid al-Mu' allim im Fernsehinterview; eine Lösung, die das Blutvergießen beenden und die Zukunft des Landes sichern könnte.

Das Abkommen, das von Russen, Türken und Iranern vermittelt wurde, würde die neue Situation widerspiegeln, die mit dem Sieg über die Aufständischen in Aleppo eingetreten sei.

Hält die Waffenruhe in Syrien?
Alexander Stenzel, ARD Kairo, 30.12.2016, tagesschau 17:00 Uhr

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Dieser Sieg in Aleppo müsse sich auszahlen, sagte der Minister, zuerst natürlich in Form dieser Waffenruhe. Sie würde überwacht werden. Man werde jeden Bruch des Abkommens ahnden. Gruppen, die die Vereinbarung nicht unterzeichneten, seien Terroristen.

Aufständische haben kaum Optionen

Das Regime von Präsident Bashar al-Assad agiert aus einer Position der Stärke heraus. Die Aufständischen stehen dagegen mit dem Rücken zur Wand - nach der Niederlage in Aleppo und nachdem sie auch in anderen Landesteilen monatelang von der syrischen und der russischen Luftwaffe bombardiert wurden.

Sie haben kaum Optionen. Unter anderem weil sie wissen, dass ihre Gegner dazu bereit sind, auch Zivilisten in großer Zahl zu töten. Trotzdem ist auch die Opposition zumindest verhalten optimistisch.

Alexander Stenzel, ARD Kairo, mit Informationen zur Waffenruhe in Syrien
tagesschau24 11:00 Uhr, 30.12.2016

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"Die Waffenruhe hat bessere Aussichten auf Erfolg als ihre Vorgänger", sagte Hadi Albahra von der oppositionellen Syrischen Nationalkoalition. "Die wichtigsten bewaffneten Gruppen haben die Vereinbarung unterzeichnet - ebenso die Türkei, eine wichtige Regionalmacht, sowie Russland als internationaler Akteur. Beide Staaten haben Garantien zugesichert."

Waffenruhe gilt nicht für Terrorgruppen

Ahmed al-Jarba, der Leiter der syrischen Oppositionsbewegung Ghad al-Suri, beklagte hingegen, dass Russland, die Türkei und der Iran alle Rahmenbedingungen unter sich besprochen hätten. "Wir begrüßen die Waffenruhe, weil sie das Blutvergießen beenden könnte", erklärte al-Jarba in Kairo.

Er bedauere es aber, dass weder die Opposition, noch die Regierung Syriens, noch andere arabische Länder an entscheidender Stelle in den Prozess involviert gewesen seien.

Ausdrücklich gilt die Waffenruhe nicht für die beiden Terrorgruppen "Islamischer Staat" und die Al-Nusra-Front. So flog die russische Luftwaffe nach Mitternacht drei Angriffe auf IS-Stellungen nahe der nordsyrischen Stadt Al-Bab, wo auch türkische Truppen den IS bekämpfen.

Landesweite Waffenruhe in Syrien hält bislang weitestgehend
J. Stryjak, ARD Kairo
30.12.2016 12:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. Dezember 2016 um 11:00 Uhr und die tagesthemen am 29. Dezember 2016 um 23:50 Uhr.

Korrespondent

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Jürgen Stryjak, SWR

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