Menschen in Aleppo | Bildquelle: dpa

Feuerpause in Syrien Werden die Waffen dieses Mal schweigen?

Stand: 30.12.2016 01:13 Uhr

In Syrien ist eine landesweite Feuerpause in Kraft getreten. Laut ersten Berichten aus Damaskus und Aleppo blieb es bislang relativ ruhig. Halten sich die Regierungstruppen und Aufständische an die Vereinbarung, könnten weitere Verhandlungen folgen.

In Syrien ist eine landesweite Waffenruhe in Kraft getreten. Die unter Vermittlung Russlands und der Türkei zustande gekommene Feuerpause galt ab Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MEZ). Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, eine Stunde vor Mitternacht sei es an den Fronten "ruhig" gewesen, in Aleppo und im Großraum Damaskus seien aber mehrere Raketen eingeschlagen.

Waffenruhe in Syrien
tagesthemen 23:50 Uhr, 29.12.2016, Golineh Atai, ARD Moskau

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Kämpfe gegen IS gehen weiter

Verkündet worden war die Feuerpause am Donnerstag von Russland. Die syrische Armee und die Opposition bestätigten die Maßnahme. Auch die Freie Syrische Armee der Rebellen ist nach eigenen Angaben Teil der Vereinbarung, offenbar jedoch nicht die kurdische YPG, die von der Türkei als Terror-Organisation betrachtet wird.

Von der Feuerpause ausgenommen sind dschihadistische Milizen, darunter der sogenannte "Islamische Staat" (IS) und die Kämpfer der früheren Al-Nusra-Front, die sich jetzt Fateh al-Scham-Front nennt, sowie mit ihr verbündete Gruppen. Gegen diese Gruppierungen darf weiterhin gekämpft werden. Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu behauptete, dass allen aufständischen Gruppen, die die Vereinbarung unterstützen, zusammen 62.000 Kämpfer angehören.

Alexander Stenzel, ARD Kairo, zur Feuerpause in Syrien
ARD-Morgenmagazin, 30.12.2016

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Erster Schritt zu weiteren Verhandlungen?

Die Ankündigung der landesweiten Feuerpause hatte Hoffnungen auf einen Durchbruch in den Friedensbemühungen um Syrien geweckt. Der Bürgerkrieg dauert seit Frühjahr 2011 an, Hunderttausende sind seitdem gestorben. Die USA und die Türkei begrüßten die Vereinbarung. Wenn die Waffenruhe hält, sollen Verhandlungen unter der Schirmherrschaft von Moskau und Ankara zwischen der syrischen Regierung und ihren bewaffneten Gegnern in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden. Doch der russische Präsident Wladimir Putin mahnte zu Geduld. Der Waffenstillstand sei "fragil", sagte er. Es seien besondere Aufmerksamkeit und Geduld nötig, damit die Waffen dauerhaft ruhten.

Iran, Russland und Türkei einigen sich auf Bedingungen

All dem gingen Gespräche voraus, bei denen sich Russland, die Türkei und der Iran womöglich zuerst darauf geeinigt hatten, die unterschiedlichen Interessen der drei Länder in Syrien zu wahren. Am Mittwoch hieß es in unbestätigten Berichten, Moskau habe sich mit der Forderung durchgesetzt, dass Assad vorerst im Amt bleibt. Die Türkei dürfe den Norden Syriens kontrollieren, um ein Erstarken PKK-naher kurdischer Kräfte zu verhindern. Der Iran bekäme eine sichere Landverbindung zwischen Teheran und Beirut, die über Syrien führt.

Die Türkei fordert außerdem, dass alle ausländischen Kämpfer Syrien verlassen müssen, und zwar auch schiitische wie die Hisbollah, die an der Seite Assads kämpfen. Dem Iran wird dies kaum gefallen.

Am späten Nachmittag erklärte zudem ein Sprecher der als gemäßigt geltenden Freien Syrischen Armee, einige Rebellengruppen würden nach wie vor darauf bestehen, dass die Zukunft Syriens ohne Assad gestaltet wird.

Mit Informationen von Jürgen Stryjak, ARD-Studio Kairo

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 29. Dezember 2016 um 23:50 Uhr.

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