Ein syrischer Soldat macht auf einer Straße in Aleppo das Victory-Zeichen. | Bildquelle: dpa

Krieg in Syrien Ab Mitternacht sollen die Waffen schweigen

Stand: 29.12.2016 13:33 Uhr

In Syrien sollen ab Mitternacht die Waffen schweigen. Das bestätigte das syrische Militär. Der russische Präsident Putin sagte, Russland und die Türkei würden als Garantiemächte die Feuerpause überwachen. Terroristen seien von der Waffenruhe ausgenommen.

Das syrische Generalkommando und die Armee haben eine landesweite Feuerpause für das Bürgerkriegsland angekündigt. Sie soll am Donnerstag um 00.00 Uhr beginnen, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Ausgenommen sind demnach aber dschihadistische Milizen, darunter die Terrororganisation "Islamischer Staat" und die Kämpfer der früheren Al-Nusra-Front.

Neue geplante Feuerpause in Syrien als Grundlage für Friedensgespräche
tagesschau 17:00 Uhr, 29.12.2016, Golineh Atai, ARD Moskau

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Laut einer Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin stehen die Türkei und Russland für die Einhaltung der Waffenruhe ein. Beide Länder arbeiten gemeinsam an einer umfassenden Lösung des Syrien-Konflikts. Laut Berichten türkischer Staatsmedien waren sie es auch, die die Vereinbarung für eine Waffenruhe in ganz Syrien erzielten.

Putin sagte, sowohl syrische Rebellengruppen als auch die Regierung in Damaskus hätten eine Reihe von Dokumenten unterzeichnet, darunter auch die Vereinbarung zum Waffenstillstand. Sein Land habe außerdem zugesagt, die Zahl der russischen Truppen in Syrien zu verringern.

Auch vonseiten der Rebellen wurde die Waffenruhe offiziell bestätigt, allerdings schlossen sie laut der Nachrichtenagentur Reuters nur den IS von der Feuerpause aus, nicht die Al-Nusra-Front.

Friedensgespräche angekündigt

Laut Putin sollen auf die Waffenruhe Friedensgespräche zwischen der Regierung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und der Opposition folgen. Die Kriegsparteien würden an Verhandlungen in Kasachstan teilnehmen, erklärte der russische Präsident, ohne ein genaues Datum zu nennen.

Wie der russische Verteidigungsministers Sergej Schoigu erklärte, betrifft die Waffenruhe 62.000 Oppositionskämpfer in ganz Syrien. Das russische Militär habe eine Hotline mit den türkischen Streitkräften eingerichtet, um die Einhaltung der Feuerpause zu beobachten, hieß es.

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte bereits am Mittwoch über eine mögliche Waffenruhe berichtet. Offizielle Bestätigungen gab es zunächst aber keine.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Mittagsmagazin am 29. Dezember 2016 um 13:15 Uhr.

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