Nach Einigung der syrischen Regimegegner USA, EU und Frankreich sagen Ja zum Oppositionsblock

Stand: 13.11.2012 21:20 Uhr

Der syrische Oppositionsführer Ahmed al-Chatib | Bildquelle: dpa
galerie

Der Prediger Ahmed Muas al-Chatib ist Chef des neuen syrischen Oppositionsbündnisses.

Die USA haben das neue syrische Oppositionsbündnis zur "legitimen Vertretung" des syrischen Volkes erklärt. Es gebe jetzt eine Struktur, die einen politischen Übergang vorbereiten könne, erklärte das Außenministerium. Als Exilregierung erkennen die USA das Bündnis aber noch nicht an. Es müsse noch "die Arten von Ausschüssen schaffen, die es uns ermöglichen, sicherzustellen, dass unsere Hilfe an den richtigen Stellen ankommt", hieß es weiter. Zugleich müsse die nationale Koalition zeigen, dass sie fähig sei, die Syrer im Land zu repräsentieren.

Zuvor hatte Frankreich als erster westlicher Staat den neuen syrischen Oppositionszusammenschluss offiziell "als einzigen Vertreter des syrischen Volkes und damit als künftige Übergangsregierung eines demokratischen Syriens" anerkannt. Sobald eine Übergangsregierung gebildet sei, werde sich die Regierung in Paris auch mit den Forderungen der Rebellen nach Waffenlieferungen befassen, sagte Präsident Francois Hollande.

Die EU-Außenminister begrüßten den Zusammenschluss ebenfalls, forderten aber die Aufnahme von mehr Abtrünnigen der Regierung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, nun müsse es gelingen, den Zusammenhalt zu festigen und in den Augen aller Syrer zu einer Alternative zum Regime zu entwickeln, um einen politischen Neuanfang zu ermöglichen. Das werde die Erosion des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in Syrien beschleunigen.

EU und Arabische Liga sichern syrischer Opposition Unterstützung zu
tagesschau 17:00 Uhr, 13.11.2012, Peter Puhlmann, ARD Kairo

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Bündnis nach langen Verhandlungen gebildet

Die bisher zersplitterte syrische Opposition hatte am Wochenende bei einem Treffen in Katar eine nationale Koalition gegen Syriens Präsidenten Baschar al Assad gebildet. Zum Vorsitzenden wurde der Prediger Ahmed Muas al Chatib gewählt. Dem waren einwöchige Verhandlungen vorausgegangen. Chatib forderte die internationale Anerkennung seines Bündnisses.

Die Arabischen Liga und die Golfstaaten hatten die Koalition bereits in den Nacht zu Dienstag als rechtmäßigen Vertreter Syriens anerkannt. Erstere bot der "Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte" zudem Beobachterstatus an. Sie rief den Rest der syrischen Opposition auf, dieser nationalen Koalition beizutreten, da diese die gesamte syrische Gesellschaft zusammenbringe.

Darstellung: