Mohammed Allusch

Friedensverhandlungen in Genf Chefunterhändler der syrischen Opposition gibt auf

Stand: 30.05.2016 02:04 Uhr

Die Bemühungen um die Beendigung des Krieges in Syrien haben einen Rückschlag erlitten. Der Verhandlungsführer der Opposition, Allusch, gab auf. Er halte die Genfer Friedensgespräche für gescheitert, teilte er mit. Die Schuld gab er Präsident Assad und der internationalen Gemeinschaft.

Der Chefunterhändler der syrischen Regierungsgegner bei den Genfer Friedensgesprächen, Mohammed Allusch, ist zurückgetreten. Die drei Verhandlungsrunden in Genf seien ohne Erfolg verlaufen, erklärte Allusch auf Arabisch über Twitter. Schuld seien das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die internationale Gemeinschaft.

Das "starrköpfige" Assad-Regime bombardiere weiter die Bevölkerung und lasse keine humanitäre Hilfe in die belagerten Städte. Die Staatengemeinschaft sei unfähig, ihre Resolutionen umzusetzen, insbesondere was die humanitäre Lage betreffe, die Aufhebung der Belagerungen, Hilfslieferungen, die Freilassung von Gefangenen und die Einhaltung der Waffenruhe.

Allusch gehört der salafistisch inspirierten Gruppierung Dschaisch al-Islam (Brigaden der Armee des Islam) an. Es ist eine von etwa 100 Rebellengruppen, die Ende Februar der von den USA und Russland vermittelten Waffenruhe zwischen den syrischen Konfliktparteien zugestimmt hatten. Dschaisch al-Islam ist eine der einflussreichsten Bewegungen in Syrien, was Allusch auch in Genf Gewicht verlieh.

Die Feuerpause, von der nur die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und islamistische Gruppen wie die Al-Nusra-Front ausgenommen sind, wurde in den vergangenen Wochen häufig gebrochen. Erbitterte Kämpfe gibt es um Aleppo und vor Damaskus.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. Mai 2016 um 11:00 Uhr.

Darstellung: