NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg | Bildquelle: AFP

Reaktion auf russische Operation in Syrien NATO versichert Türkei ihren Beistand

Stand: 08.10.2015 11:26 Uhr

Russische Luftangriffe in Syrien, russische Flugzeuge über der Türkei - die NATO hat Folgen angekündigt. Man könne Truppen in die Türkei schicken, sagte Generalsekretär Stoltenberg vor einem Ministertreffen. Russlands Politik sei "besorgniserregend".

Die NATO erwägt angesichts des russischen Eingreifens in den Syrien-Konflikt eine Aufrüstung im Süden des Bündnisgebiets. Das sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Auftakt eines Treffens der Verteidigungsminister der Bündnisstaaten in Brüssel. Denkbar sei zum Beispiel eine Stationierung von Truppen auf dem Territorium des Allianzpartners Türkei. Aus Syrien kommende russische Kampfflugzeuge waren jüngst unerlaubt in den türkischen Luftraum eingedrungen.

Stoltenberg nannte das russische Eingreifen in den Syrien-Konflikt erneut besorgniserregend. Er forderte Russland auf, die Unterstützung für das Regime des syrischen Machthabers Bashar al-Assad einzustellen. Dies sei kein konstruktiver Beitrag zur friedlichen und dauerhaften Lösung des Konflikts.

Auch die Lage in Afghanistan sowie Cyberattacken und hybride Kriegsführung werden seinen Worten zufolge ein Thema des Treffens sein.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen betonte, die NATO habe klar gesagt, dass sie zu ihrem Partner Türkei stehe, "und dass wir ganz klare Vorstellungen davon haben, dass das NATO-Territorium geschützt wird". Was man angesichts des Ukraine-Konflikts im Baltikum tue, werde man auch in der Türkei tun.

NATO-Verteidigungsminister kritisieren russische Angriffe in Syrien
tagesschau 12:00 Uhr, 08.10.2015, Bettina Scharkus, ARD Brüssel

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