Der russische Außenminister Lawrow sitzt auf einer Pressekonferenz in München neben seinem Amtskollegen Kerry aus den USA. | Bildquelle: dpa

Luftangriffe auf Kliniken und Schulen Neue Spannungen zwischen USA und Russland

Stand: 16.02.2016 01:53 Uhr

Die Spannungen zwischen den USA und Russland nehmen weiter zu. Grund dafür sind die Luftangriffe auf Kliniken und Schulen in Syrien, bei denen fast 50 Menschen getötet wurden. Beide Länder beschuldigen sich gegenseitig, Schuld an der Tragödie zu sein. Doch wer hat recht?

Wer hat die Raketen auf die Krankenhäuser und Schulen im Norden Syriens abgefeuert? Wer trägt Schuld an dem Tod von Dutzenden Zivilisten? Diese Fragen belasten die ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Katastrophe verantwortlich. "Der Sprecher des US-Außenamtes hat Russland direkt mit den Angriffen in Verbindung gebracht", sagt ARD-Korrespondentin Ina Ruck. Und die Kritik sei sehr scharf ausgefallen.

Im russischen Fernsehen wird eine ganz andere Botschaft verbreitet. Am Abend trat dort der syrische Botschafter in Moskau auf und machte die USA für das Bombardement verantwortlich. Die Militäraufklärung habe ergeben, dass die russische Luftwaffe mit den Angriffen nichts zu tun habe, sagte er. "Das passt auch zu der Einstellung des Verteidigungsministers hier", berichtet ARD-Korrespondent Udo Lilischkies.

Ina Ruck, ARD Washington, über Reaktionen auf die Luftangriffe
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.02.2016

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USA sind sich ihrer Sache sehr sicher

Doch wer spricht nun die Wahrheit? Eine Antwort darauf gibt es nicht. Jedoch lässt sich das Auftreten der Parteien analysieren. So zeigen sich die USA überraschend sicher in ihrer Einschätzung, Russland habe die Raketen abgefeuert. "Wenn man sich an die Angriffe auf das Krankenhaus in Kundus in Afghanistan erinnert, waren die Amerikaner damals sehr viel zurückhaltender in ihrer Reaktion und mussten schließlich einräumen, dass sie es selbst gewesen sind", sagt Ruck.

Deutlich verhaltener fielen bislang die Reaktionen aus Russland aus. So meldete sich die Führung in Moskau den Tag über selbst nicht zu Wort - am Abend trat dann der syrische Botschafter im Fernsehen auf.

Udo Lilischkies, ARD Moskau, über Reaktionen auf die Luftangriffe
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.02.2016

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Rund 50 Zivilisten getötet

Trümmer eines zerstörten Krankenhauses von Ärzte ohne Grenzen bei Maarat al-Numan | Bildquelle: AFP
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Zerstörte Klinik: Krankenhaus diente der Versorgung von 40.000 Menschen in der Region.

Bei den Angriffen in der Umgebung von Aleppo waren mindestens vier Kliniken und zwei Schulen bombardiert worden - knapp 50 Menschen wurden dabei getötet. Zahlreiche Menschen wurden verletzt - darunter auch Kinder. Zwei der betroffenen Krankenhäuser befinden sich in der Stadt Asas an der türkischen Grenze und zwei weitere in der Provinz Idlib, darunter eine in der Stadt Maaret al-Numan.

Einige der Kliniken werden von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF unterstützt. Der Syrien-Chef von Ärzte ohne Grenzen, Massimiliano Rebaudengo, verurteilte die Attacke in Maaret al-Numan als "gezielten Angriff" auf eine medizinische Einrichtung. Durch die Zerstörung des Krankenhauses seien etwa 40.000 Bewohner der Region von medizinischer Versorgung abgeschnitten, sagte er. Maarat al-Numan wird von syrischen Rebellen kontrolliert, die das Regime von Bashar al-Assad bekämpfen.

"Russland hat sich in eine wichtige Rolle gebombt"

Seit fünf Jahren herrscht in Syrien ein erbitterter Bürgerkrieg, dem bereits Hunderttausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Millionen sind auf der Flucht. Die Krise ist auch deshalb schwer zu lösen, weil es zahlreiche Akteure mit eigenen Interessen gibt. So bekämpfen sich in dem Land unter anderem Regierungstruppen von Machthaber Assad, Regimegegner und Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). An der Grenze zur Türkei kämpfen zudem kurdische Streitkräfte, die ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen den IS sind.

Die USA führen den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition, die moderate Regimegegner unterstützt. Derweil steht Russland auf der Seite der syrischen Armee und kämpft ebenso gegen den IS wie auch gegen Rebellen. Moskau ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Zuletzt hatten sich die USA, Russland und andere Weltmächte auf der Syrienkonferenz in München auf eine vorübergehende Waffenruhe verständigt. Doch diese bröckelt nun schon wieder. Wie eine Lösung des Konfliks aussehen kann, ist unklar. Bislang wurde vom Westen immer propagiert, dass es für den Syrienkonflikt keine militärische Lösung gebe. Doch inzwischen hätten die Außenminister "längst anerkennen müssen, dass sich Russland durch sein überraschend hartes Auftreten in Syrien dort in eine ganz wichtige Rolle gebombt hat", sagt Korrespondentin Ruck. Russland sei jetzt die entscheidende Macht in Syrien. "Ohne Russland wird es dort keinen Frieden geben."

Dutzende Zivilisten sterben bei Luftangriffen in Syrien
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.02.2016, Thomas Aders, ARD Kairo

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