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Syrien

Bürgerkrieg in Syrien

Letzte UN-Beobachter gehen, Gewalt dauert an

Die Gewalt in Syrien dauert an. Syrische Kampfflugzeuge sollen dabei angeblich erstmals auch in irakischen Luftraum eingedrungen sein. Aus Militärkreisen in der irakischen Anbar-Provinz hieß es, das syrische Flugzeug habe sich nahe dem geschlossenen Grenzübergang Al Kaim vier Minuten lang über irakischem Territorium aufgehalten. Der Pilot habe vermutlich Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) in dem syrischen Grenzort Al Bukamal im Visier gehabt.

Syriens Bevölkerung zwischen den Fronten des Bürgerkriegs
U. Leidholdt, ARD Amman
24.08.2012 12:01 Uhr

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Ort nahe der Hauptstadt beschossen

Neue Kämpfe gab es nach Aussagen von Aufständischen in der Umgebung von Damaskus. Die Armee habe 24 Stunden lang den überwiegend von Sunniten bewohnten Ort Daraja nahe der Hauptstadt mit Artillerie und Kampfhubschraubern beschossen, hieß es von Aufständischen. Dabei seien 15 Menschen getötet worden. Anschließend seien Soldaten eingerückt. In dem Vorort Muadamija hätten die Kämpfe den zweiten Tag in Folge angehalten. Hier seien Panzer im Einsatz. Die Gegner von Präsident Baschar al Assad berichteten von 86 Toten.

Die syrische Regierung wies unterdessen eine Schuld am Tod der japanischen Journalistin Mika Yamamoto zurück. Yamamoto kam am Montag als erste ausländische Journalistin seit Beginn der Kämpfe um Aleppo ums Leben. Rebellen hatten erklärt, sie sei bei einer Einheit der Freien Syrischen Armee gewesen, als sie von Gewehrkugeln von Regierungssoldaten getroffen worden sei.

"Jeder Journalist ... sollte diese schwierigen Probleme erwarten"

Ein Bild der Journalistin Mika Yamamoto auf einer Großbildleinwand in Tokio
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Mika Yamamoto auf einer Großbildleinwand in Tokio. Die Journalistin starb am Montag.

Der stellvertretende syrische Außenminister Fajsal Mekdad wies das zurück: Yamamoto sei von "bewaffneten Gruppen" getötet worden. Er fügte hinzu: "Jeder Journalist, der sich unverantwortlich verhält, sollte diese schwierigen Probleme erwarten." Syrien versucht systematisch jede unabhängige Berichterstattung aus dem Land zu unterbinden. Die "Reporter ohne Grenzen" führen Syrien auf der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 176 von 179. Nach Angaben der Organisation sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien im März 2011 zehn Journalisten und etwa 30 Blogger und Internet-Reporter ums Leben gekommen. "Reporter ohne Grenzen" sprach von "teilweise gezielten Morden".

Ein Konvoi von UN-Fahrzeugen beim Verlassen einer Hotelgarage in Damaskus
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Die letzten UN-Beobachter haben das Land inzwischen verlassen.

Vize-Außenminister Mekdad äußerte sich zum Fall der Journalistin bei der Verabschiedung des Leiters der beendeten UN-Beobachtermission, Babacare Gaye. Die letzten UN-Beobachter verließen heute Damaskus. Sie hatten im Juni ihre Arbeit ausgesetzt, nachdem sie beschossen worden waren. Das Mandat der UN-Soldaten war am Sonntag ausgelaufen. Anstatt wie geplant einen Waffenstillstand zu überwachen, konnte die UN-Truppe nur hilflos zusehen, wie das Land immer tiefer im Bürgerkrieg versank.

In Syrien dauern Kämpfe zwischen Regime-Truppen und Aufständischen an
tagesschau 17:00 Uhr, 23.08.2012

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Stand: 23.08.2012 18:20 Uhr

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