Plakat von Baschar al-Assad und seinem Vater Hafez al-Assad | Bildquelle: AP

Treffen der syrischen Opposition Wer soll mit dem Assad-Regime verhandeln?

Stand: 09.12.2015 09:29 Uhr

Syriens zerrüttete Opposition lotet bei einem Treffen in Saudi-Arabien die Chancen für Friedensgespräche mit dem Regierung in Damaskus aus. Doch bevor es zu Verhandlungen kommt, müssen sich die mehr als 100 Teilnehmer erst einmal einigen, wer für sie sprechen soll.

Die zersplitterte syrische Opposition hat ihre Einigungskonferenz in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad begonnen. Bei dem von Saudi-Arabien organisierten Treffen wollen mehr als 100 Vertreter verschiedener Gruppen eine gemeinsame Position für Friedensgespräche mit dem syrischen Regierung finden. Zudem sollen sie sich auf eine Verhandlungsdelegation einigen.

Volker Schwenck, ARD Kairo, zur Einigungskonferenz
tagesschau24 12:30 Uhr, 09.12.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Konferenz ist ein wichtiger Teil eines politischen Fahrplans, auf den sich die internationale Gemeinschaft im November in Wien geeinigt hatte. Er soll den fast fünfjährigen Bürgerkrieg in Syrien beenden. Der Fahrplan sieht neue Verhandlungen, die Bildung einer Übergangsregierung sowie Wahlen binnen 18 Monaten vor. Umstritten ist vor allem die künftige Rolle von Machthaber Bashar al-Assad. Die am Boden kämpfenden Rebellen und die Mehrheit der Exil-Opposition fordern, er solle sofort abtreten. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 sind in Syrien mehr als 250.000 Menschen getötet worden.

Steinmeier: Chance auf Frieden

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht in der Konferenz eine Chance für eine Befriedung der Region. Mit dem vereinbarten Fahrplan gebe es erstmals einen Minimalkonsens für eine politische Zukunft Syriens, schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau". Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) könne nur mit einer langfristigen Strategie besiegt werden, die militärische, humanitäre, aber in erster Linie politische Schritte vereine. Der Außenminister verteidigte den Bundeswehreinsatz gegen den IS in Syrien, da "das Übel des islamistischen Terrorismus" sich nur an der Wurzel packen lasse, "wo es entstanden ist, im Irak und in Syrien".

Russisches U-Boot greift in Kampfgeschehen ein

Unterdessen griff Russland erstmals mit einem in das Mittelmeer verlegten U-Boot in die Kämpfe in Syrien ein. Die Besatzung der "Rostow am Don" habe mehrere Marschflugkörper des Typs Kalibr gegen IS-Ziele eingesetzt, meldete die Agentur Tass. Russland attackiert seit Ende September Ziele in Syrien mit Flugzeugen und auch mit Marschflugkörpern vom Kaspischen Meer aus und kooperiert mit der syrischen Regierung.

Darstellung: