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Reaktion auf Eskalation
Irak nimmt Flüchtlinge aus Syrien auf
Der Irak hat seine Grenzen zu Syrien für Flüchtlinge aus dem von Unruhen und Gewalt beherrschten Nachbarland geöffnet. Rund 300 Menschen kamen über den Grenzübergang Al Kaim in den Irak, wie der Bürgermeister Grenzstadt mitteilte. Dort sollen sie in Aufnahmelagern unterbracht werden, die eigens für sie eingerichtet worden seien.
Bagdad stellt Millionen bereit
Die Regierung in Bagdad teilte mit, für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Syrien-Flüchtlinge 50 Milliarden Dinar (35,05 Millionen Euro) bereitzustellen. Bereits am Vortag hatte Ministerpräsident Nuri al Maliki angekündigt, die Grenzen für syrische Flüchtlinge zu öffnen.
In den Irak fliehen derzeit nicht nur syrische Staatsbürger, sondern auch in Syrien lebende Iraker. Sie waren auf dem Höhepunkt der irakischen Bürgerkriegswirren Mitte der 2000er-Jahre nach Syrien geflohen. Rund 150.000 Iraker sollen sich noch dort aufhalten. Bagdad plant ihre Rückführung.
Zehntausende Iraker fliehen vor Gefechten in Syrien
P. Steffe, ARD Kairo
24.07.2012 16:56 Uhr
100.000 bereits geflohen
Nach Schätzungen sind bislang mehr als 100.000 Menschen aus Syrien in die Nachbarländer geflohen - vor allem in die Türkei und den Libanon. Innerhalb Syriens selbst sind Hunderttausende auf der Flucht vor der Gewalt. In der EU macht sich die Flüchtlingswelle bislang nicht bemerkbar. Nach Angaben des Statistikamtes Eurostat haben seit Ausbruch des Konflikts vor beinahe 17 Monaten 12.000 Menschen aus Syrien in einem der EU-Länder Asyl beantragt.
Kämpfe in Aleppo gehen weiter
Unterdessen sind in der syrischen Stadt Aleppo nach eigenen Angaben die Aufständischen weiter auf dem Vormarsch. Sie sollen bereits mehrere Viertel der Stadt kontrollieren. Syrische Regierungseinheiten versuchten, mit ständigem Artillerie-Beschuss die Widerstandgruppen zurückzudrängen.
USA wollen Opposition in Syrien unterstützen
tagesschau 20:00 Uhr, 24.07.2012, Jörg Armbruster, ARD Kairo
Stand: 24.07.2012 17:30 Uhr
