Helfer des Roten Kreuzes bereiten einen Hilfskonvoi für eingeschlossene Gebiete in Syrien vor | Bildquelle: AFP

Versorgung der Bevölkerung in Syrien Deutschland unterstützt Hilfslieferungen

Stand: 17.02.2016 16:16 Uhr

Außenminister Steinmeier hat den UN Unterstützung bei der Versorgung der notleidenden Bevölkerung in Syrien zugesagt. Die Hilfskonvois für die Einwohner mehrerer belagerter Städte bereiten sich unterdessen auf die Abfahrt vor.

Deutschland hat den Vereinten Nationen Hilfe bei der Versorgung der Menschen in Syrien versprochen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sicherte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi zu, es dürfe nichts unversucht gelassen werden, um die Gewalt in Syrien einzudämmen, damit humanitäre Hilfe ermöglicht werden könne. Steinmeier kündigte an, in Kürze könnten vier weitere Hilfskonvois ins Land gelassen werden.

Nach Worten Grandis spielt Deutschland bei der humanitären Hilfe eine zentrale Rolle. Doch müsse der Druck auf die Kriegsparteien aufrecht erhalten werden. "Wir brauchen den Zugang", so der UN-Diplomat.

Hilfskonvois werden in Damaskus vorbereitet

Unterdessen werden in der syrischen Haupstadt Damaskus mindestens 100 Lkw mit Hilfsgütern beladen. Unklar ist, wann die ersten Transporte anrollen. Wie das Rote Kreuz bekannt gab, sollen sie noch heute in die belagerten Regionen starten, um die dort eingeschlossenen Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Nach Angaben der UN sollen sie "in den kommenden Tagen" abfahren.

Die syrische Regierung hatte gestern für sieben belagerte Gebiete in dem Bürgerkriegsland Hilfslieferungen genehmigt. UN-Sprecher Farhan Haq sagte, damit könnten dringend benötigte Güter in Dörfer der Provinz Idlib und in ländliche Gegenden von Damaskus gebracht werden. Einige dieser Dörfer wie Madaja hatten bereits im Januar erste Hilfsgüter erhalten, nachdem dort wegen der schlechten Versorgungslage mehrere Menschen verhungert waren.

Hilfskonvois sollen belagerte Städte in Syrien versorgen
tagesschau 15:00 Uhr, 17.02.2016, Thomas Aders, ARD Kairo

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Absprachen der Münchner Sicherheitskonferenz

Die Hilfslieferungen für belagerte Gebiete gehören zu den Absprachen, die von 17 Nationen auf der Münchner Sicherheitskonferenz vergangene Woche getroffen worden waren. Die Vereinten Nationen verlangten noch einmal ungehinderten Zugang zu allen Gebieten in Syrien. Nach ihren Schätzungen werden 18 Gemeinden in Syrien von verschiedenen Konflitkparteien belagert. Rund eine halbe Million Menschen seien eingeschlossen und von der Versorgung abgeschnitten.

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