Ein Konvoi des Roten Kreuzes wird in Damaskus vorbereitet | Bildquelle: dpa

Bürgerkrieg in Syrien Hilfskonvois vor dem Start

Stand: 17.02.2016 12:02 Uhr

Die Hilfskonvois für die Einwohner mehrerer belagerter Städte in Syrien bereiten sich auf die Abfahrt vor. Die Transporte gehören zu den Absprachen, die von 17 Nationen auf der Münchner Sicherheitskonferenz in der vergangenen Woche getroffen worden waren.

Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer für Tausende in vielen seit Monaten belagerten Städten Syriens. Mindestens 100 Lkw werden in Damaskus mit Hilfsgütern beladen. Wie das Rote Kreuz bekannt gab, sollen sie noch heute in die belagerten Regionen starten, um die dort eingeschlossenen Menschen mit dem nötigsten zu versorgen. Nach Angaben der UN sollen sie "in den kommenden Tagen" abfahren.

Die syrische Regierung hatte gestern für sieben belagerte Gebiete in dem Bürgerkriegsland Hilfslieferungen genehmigt. UN-Sprecher Farhan Haq sagte, damit könnten dringend benötigte Güter nach Dair as-Saur sowie in Dörfer der Provinz Idlib und in ländliche Gegenden von Damaskus gebracht werden.

Zu den sieben Gebieten gehören demnach auch die Dörfer Fua und Kfarja in Idlib sowie Madaja, Sabadani, Kfar Batna und Moadamijeh nahe Damaskus. Einige dieser Dörfer wie Madaja hatten bereits erste Hilfsgüter erhalten, nachdem dort wegen der schlechten Versorgungslage mehrere Menschen verhungert warten.

Ein Konvoi des Roten Kreuzes wird in Damaskus vorbereitet | Bildquelle: AFP
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Ein Hilfskonvoi wird in Damaskus vorbereitet.

Absprachen der Münchner Sicherheitskonferenz

Die Hilfslieferungen für belagerte Gebiete gehören zu den Absprachen, die von 17 Nationen auf der Münchener Sicherheitskonferenz vergangene Woche getroffen worden waren. Die USA, Russland und die beteiligten Regionalmächte hatten sich Ende vergangener Woche auch auf eine Waffenruhe ab Ende dieser Woche geeinigt. Die Vereinten Nationen verlangten noch einmal ungehinderten Zugang zu allen Gebieten in Syrien. Nach ihren Schätzungen werden 18 Gemeinden in Syrien von verschiedenen Konflitkparteien belagert. Rund eine halbe Million Menschen müssten darunter leiden.

Syrische Oppositionsgruppen betonten noch einmal, sie würden die Friedensgespräche nicht wieder aufnehmen, bevor das Assad-Regime und seine Verbündeten aufhörten Städte zu belagern. Die Friedensverhandlungen in Genf sollen nach bisherigen Plänen Ende Februar wieder aufgenommen werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Februar 2016 um 15:00 Uhr.

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